Die große Herausforderung wird dabei für das Team der 11- und 12-Jährigen die Landesliga sein. Wie war der Aufstieg möglich? Die Berechtigung dafür hatten sich die Kerkower erspielt. Nach Zusammenrechnen aller Ergebnisse der Vorrunde 2019/20 ergab sich für sie der beste Quo-­tient: In der A-Staffel hatten sie 19 Punkte und 52:6 Tore aus sieben Partien verbucht. In der B-Gruppe standen zwei Mannschaften bei 18 Zählern – so wurde der Aufstieg Realität.

Ganz kontinuierlich entwickelt

Dieser Erfolg ist indes kein Zufall. Immerhin trainieren beim Kerkower SC allein über 70 Ju-­nioren, der KSC war zuletzt in fünf der sieben Juniorenklassen vertreten. Und gerade die D-Junioren sind ein Beispiel für die kontinuierliche Entwicklung. Sören Kalz, selbst Vater von einem der Spieler im Team, ist mit diesen Jungen seit dem Bambini-Alter in Sachen Fußball unterwegs und hat sich mit ihnen entwickelt, wovon seine erlangte C-Übungsleiter-Lizenz Zeugnis ablegt.
Zufällig ist die Partnerschaft mit Pinnow nicht, denn auch dort gibt es seit Jahren eine erfolgreiche Arbeit. Nicht nur bei den Männern (Aufsteiger in die Landesklasse), sondern auch bei den Junioren tut sich was. So lag es für die nur 10 km auseinander liegenden Dörfer auf der Hand, in einer Spielgemeinschaft die Kräfte zu bündeln, um eine höhere Qualität zu erreichen.
Die D-Junioren sind dabei gewissermaßen der Anker. Paradoxerweise muss das Team dennoch "nur" als Kerkower SC in der Landesliga starten – in dieser Spielklasse sind Spielgemeinschaften nicht erlaubt, die Pinnower werden kurzerhand per Gastspielgenehmigung integriert.

Fragwürdige Unterschiede

Mit großer Akribie haben sich die Verantwortlichen in Kerkow natürlich den strengen Regeln in der Pandemie gestellt. Zum aktuellen Thema "Spielbetrieb Bundesliga unter Corona-Bedingungen" lässt es Sören Kalz übrigens an Deutlichkeit auf der Homepage seines Vereins nicht missen: "Wenn der Tenor lautet: kein Kontakt, Abstand, Hygiene, Schutz, aber man ausgerechnet eine Sportart zulässt, in der all das von Anfang an und notorisch nicht eingehalten werden kann, stellt man sich gerade auf unserer Amateur-Ebene die Frage: Warum gelten dieselben Einschränkungen in der Bundesliga nicht und warum können zum Beispiel nicht andere Leistungssportarten ebenfalls mit dem Wettkampfbetrieb starten?"
Ein weites Feld. Die Kerkower und Pinnower Fußballer haben sich damit arrangiert. Bleibt eigentlich nur noch, allen Junioren der neuen Spielgemeinschaft viel Erfolg zu wünschen.