Thieme absolvierte mit dem Nationalteam nach wenigen Trainingstagen vor Ort ein proppevolles dreitägiges Regattaprogramm. Zunächst hatte sie sich überraschend in der internen Einer-Qualifikation der AK 16 über 1000 m durchgesetzt und belegte dann nach Vor- und Halbfinalrennen im Endlauf einen sehr guten fünften Platz mit einer Top-Zeit knapp unter vier Minuten.
Tags darauf absolvierte sie zusammen mit der Berlinerin Marie Mix drei "K2"-Rennen in der AK 15/16 und kam letztlich ebenfalls auf den fünften Rang.
Die Spezialdisziplin der Oderstädterin aber ist derzeit die 200-Meter-Sprintstrecke. Hier standen am letzten "Olympic-Hope"-Tag insgesamt fünf Rennen im Programm. Am Morgen gewann Clara Thieme ihren Einer-Vorlauf in 41,9 sec, zwei Stunden später folgte mit Platz 3 die direkte Finalqualifikation im deutschen "K4"-Boot, um wiederum nur etwa zwei Stunden später als Halbfinal-Zweite den Einer-Endlauf zu erreichen. Bei diesem durfte sie sich dank eines klasse Endspurts über den Bronzerang freuen. Im Vierer gab es schließlich noch Rang 4 - vier Hundertstel Sekunden hinter Bronze.