Ohne tierischen Ernst, dafür aber mit ungezügelter Spiellaune legten die sechs Musiker ohne Umschweife los. Elemente des Jazz fanden sich genauso wieder wie Ska, Reggae, Klezmer und Balkanbeats. Stellenweise wurden sogar psychedelische Einflüsse verwoben. Herauskam letztlich ein musikalischer Querbeet-Effekt alias "Zickenumpa" der an diesem Abend unbedingt tanzbar war. Sogar ältere Besucher erhoben sich von ihren Stühlen und wippten gelassen zur Musik.
Der prägnanten Gesangsstimme von Thomas Ehrenberg konnte man sich nur schwer entziehen. Beinahe ohne nachlassende Intensität zog sie das Publikum magnetisch auf die Tanzfläche. Der umrahmende Bläsersatz mit Posaune und Saxophon passte da ebenso ideal dazu wie der ausgebreitete Klangteppich per Keyboard.
Die gewitzte Spielfreude stand wie ein besonderes Medium im Raum und machte stets Lust auf mehr. Da marschierten die Bläser schon mal durchs Haus, um wohl auch bis in die letzte Ecke des Clubhauses gute Stimmung zu verbreiten.Dass aus Urlaubsgründen kein Akkordeon auf der Bühne zu finden war, schien gar niemand zu bemerken. Das Publikum genoss begeistert Lied um Lied. Dass die Musik des Abends eine gute Wahl war, fand auch Christov Kersten aus Groß Lindow. "Diese rundherum Gute-Laune-Musik könnte eigentlich öfters in und um Eisenhüttenstadt zu hören sein", sagte er. Dann mischte er sich unter das Publikum und ließ sich tanzend nicht mehr von La Marche abhalten.
In der Pause stillte der ein oder andere Besucher seinen aufkommenden Hunger mit dem Ratatouille des Hauses. Das Club-Team hatte landestypisches Essen gekocht und damit eine glückliche Hand bewiesen. Zufrieden sowie geschafft zogen sich die Musiker von La Marche nach den Zugaben zurück und versprachen nicht das letzte Mal im Club Marchwitza gespielt zu haben.