"Schreiben Sie mal etwas über die fleißigen Leute im Mürower Park", baten etliche Leser am MOZ-Telefon. Es sei beeindruckend, was die Frauen und Männer hier leisten. Ortsvorsteher Jens Wittstock kann dem nur beipflichten. "Man kann durch den Park schon wieder das Gutshaus sehen", freut er sich.
Seit August läuft die Maßnahme. Ein Jahr haben die drei Frauen und vier Männer Zeit, den zur Gutsanlage gehörenden rund 30000 Quadratmeter großen Park auf Vordermann zu bringen. "Zwei Meter hoch standen die Brennnesseln", erzählt Eckhard Glöde aus Peetzig, der mit seiner Frau Sonja der Truppe angehört. Ein großer Teil des Parks ist bereits wieder hergestellt. Neben Brennnesseln und wucherndem Unkraut wurden Sträucher zurückgeschnitten sowie Äste und Bäume beräumt, die die Stadt Angermünde mit Genehmigung der unteren Denkmalbehörde fällen lassen musste. Wie Anett Lauzening, Fachgebietsleiterin Garten- und Parkanlagen der Stadtverwaltung, berichtet, waren die Pflegearbeiten dringend notwendig. "Jungbäume, die hier vor Jahren gepflanzt wurden, waren völlig eingewachsen. Wild gewachsene Pappeln wurden rausgenommen. Es mussten auch erhebliche Überhänge an der Straße beseitigt werden, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten." Weitere Fällungen werden künftig nötig sein. Auch der Mürower Park, in dem viele alte Ulmen stehen, ist vom europaweiten Ulmensterben durch eine durch Pilze und Käfer verursachte Krankheit betroffen.
Als die Maßnahme vor einem halben Jahr begann, sei manch einer davon nicht begeistert gewesen. Aber es macht Spaß, sagen sie heute einmütig. Lob und Wertschätzung, die sie von Passanten oder der Dorfbewohnern bekommen, spornen sie an. Ein Anwohner, der hinter dem Park Gästezimmer vermietet freut sich, dass man sein Haus wieder von der Straße aus sieht und seine Gäste zu ihm finden.
Von 8 bis 14 Uhr sind die Frauen und Männer in der Woche im Park zu finden. Die Arbeit ist körperlich schwer. Das sei man aber gewöhnt, sagen sie. "Aber wenn wir nachmittags nach Hause fahren, merkt man schon, was man getan hat", meint Inge Pinschovius, die ebenfalls aus Peetzig kommt. Komplettiert wird die Gruppe durch Christina Rose aus Greiffenberg, Marco Werner aus Wilmersdorf, Maik Lehmann aus Angermünde und Sven Lemke aus Kerkow.
Viel Arbeit liegt in den nächsten Monaten noch vor ihnen. Sie haben aber schon weitergehende Ideen, zum Beispiel am Parkeingang eine Tafel anzubringen, um auf das Areal hinzuweisen. Und die sieben fleißigen Arbeiter hoffen ebenso wie die Mürower, dass der Park künftig weiter gepflegt wird. Sie bedanken sich beim Ortsvorsteher Jens Wittstock für die gute Unterstützung.