Der Gastgeber war anfangs sehr beeindruckt vom schnellen Kombinationsspiel der HCA-Mädels. So waren schnell fünf Tore geworfen, ehe Pritzwalk zum ersten Treffer kam. Dieser schnelle leichte Anfang hatte jedoch zur Folge, dass sich Unkonzentriertheiten, gar ein gewisses "auf die leichte Schulter nehmen" einschlich. So kam es dann, wie es kommen musste. Pritzwalk kam besser ins Spiel und der HCA-Motor geriet ins Stocken. Ein magerer Drei-Tore-Vorsprung stand zur Halbzeit zu Buche (10:13).
Sturmlauf in zweiten 30 Minuten
Nachdem das HCA-Team in der Kabine von Trainer Thomas Branding wachgerüttelt wurde, begann der zweite Durchgang mit einem wahren Sturmlauf. Sechs Tore fielen in Folge, schufen Sicherheit und entmutigten den Gastgeber. Und wenn die starken Körperfinten von Amelie Seidel einmal nicht erfolgreich waren, so schloss die wurfgewaltige Elisa Branding aus der zweiten Reihe ab. Alle Spielerinnen trugen sich nun in die Torschützenliste ein. Finja Sievers und Vanessa Grunow liefen von außen ein, Alina Berckner am Kreis, Anne Schwandtke brach durch und Carolin Meißner agierte von rechts.
"Ein Kuriosum an diesem Tag waren unsere Siebenmeter, sodass ich inbrünstig bat, diese nicht mehr zu pfeifen. Tatsächlich verwandelten wir von acht gegebenen Strafwürfen nur zwei", erzählte Branding. Die Tore mussten also aus dem Spiel heraus erzielt werden. Und traf Elisa Branding mal wieder Latte oder Pfosten, verwandelte Michelle Lindner die Abpraller. Eine starke zweite Halbzeit bescherte dem HCA II die nächsten zwei Punkte. Auch die beiden Torhüter hatten erheblichen Anteil an diesem Erfolg. Nun geht es am 26. Oktober nach Oranienburg.