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Unterschriftensammlung: Bürger fordern sofortigen Maulkorbzwang

Streichwitzer wehren sich

Engagiert: Harald Stegemann hat Angst um seinen Hund Whisky und sammelt deshalb Unterschriften
Engagiert: Harald Stegemann hat Angst um seinen Hund Whisky und sammelt deshalb Unterschriften © Foto: MOZ/Frank Groneberg
Frank Groneberg / 22.01.2012, 07:51 Uhr
Streichwitz (gro) Harald Stegemann hat Angst um seinen kleinen Hund namens Whisky. Viele andere Streichwitzer befürchten, dass sie ihre Hauskatzen eines Tages nur noch tot auffinden - mit gebrochenem Genick. Und der Langhaarteckel Willy kämpft nach der schweren Beißattacke noch ums Überleben.

Doch die Streichwitzer wollen nicht länger hinnehmen, dass ihr Dorf durch einen einzelnen aggressiven Hund, dessen Besitzer mit seiner Haltung offenbar völlig überfordert sind, in Angst und Schrecken gehalten wird. 36 Häuser gibt es im Ort. Die Bewohner von 33 Häusern (eines steht derzeit leer) haben bis Freitagabend eine Unterschriftenliste unterzeichnet, mit der Harald Stegemann an zwei Abenden von Tür zu Tür zog.

Mit ihrer Unterschrift schließen sie sich der Forderung an das Ordnungsamt, "dass der Hund sofort aus unserem Dorf verschwindet und dass bis dahin sofort die Maulkorbpflicht für diesen Hund erteilt wird", wie es auf der Liste wörtlich steht, an. Zur Begründung heißt es auf dem Schriftstück unter anderem: "Wir hängen an unseren kleinen Haustieren und möchten nicht, dass auch sie noch Opfer dieses beißwütigen Hundes werden...Wer kann dafür garantieren, dass sich der Hund nicht auch auf ein zappelndes Kind stürzt und es verletzt?" Seit vier Jahren gehe in Steichwitz die Angst um. Am Montag will Nachbarin Ute Baganz die Liste in der Amtsverwaltung übergeben.

Im Neuzeller Ordnungsamt wird auf zwei laufende Verfahren, die nach zwei Anzeigen gegen Familie S. eröffnet wurden, verwiesen. Zu Details könne keine Auskunft erteilt werden. Nach MOZ-Informationen wurde die Familie bisher lediglich beauflagt, das Grundstück zu umzäunen und den Hund anzuleinen. Ein Maulkorbzwang wurde bisher nicht auferlegt. Mehrere Streichwitzer berichten, dass der Hund trotz Verbotes immer wieder frei im Dorf herumläuft.

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