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Holger Spielberg gehört zu den 100 wichtigsten Persönlichkeiten der digitalen Wirtschaft / Sieger werden auf der Fachmesse im Mai gekürt

Ostbrandenburger will den Einzelhandel revolutionieren

Holger Spielberg , geboren in Brieskow-Finkenheerd (Oder-Spree), Leiter Innovation bei paypal, gehört zu den 100 einflussreichsten Menschen der digitalen Industrie in Deutschland.
Holger Spielberg , geboren in Brieskow-Finkenheerd (Oder-Spree), Leiter Innovation bei paypal, gehört zu den 100 einflussreichsten Menschen der digitalen Industrie in Deutschland. © Foto: MOZ
Andreas Wendt / 01.03.2012, 19:38 Uhr
Kleinmachnow (MOZ) Ein gebürtiger Ostbrandenburger liefert sich derzeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Deutschlands Pionieren der digitalen Wirtschaft. Der 44-jährige Holger Spielberg zählt zu den Nominierten, die Anfang Mai auf der Digital-Messe "Next Berlin" gekürt werden. Spielberg ist Leiter Innovation beim Online-Bezahlsystem Paypal mit Sitz im Europapark Dreilinden in Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark). Der gebürtige Brieskow-Finkenheerder (Oder-Spree) arbeitet seit Januar 2011 daran, den Einzelhandel in Deutschland zu revolutionieren.

Spielbergs Team hat eine App für mobiles Bezahlen entwickelt, die dem Einzelhandel langfristig mehr Umsatz bringen soll. "Wir verändern das Kaufverhalten der Menschen", ist Spielberg überzeugt und zieht seinen Optimismus aus Beobachtungen in den USA, wo er mehr als ein Jahrzehnt gelebt und unter anderem für Daimler-Benz im Silicon Valley geforscht hat.

Mobile Endgeräte wie Smartphones sollen Spielberg zufolge künftig auch dem Einzelhandel nützlich sein und schrittweise das Bargeld als Zahlungsmittel ablösen. "Bislang gehen die Leute mit ihren Smartphones in ein Geschäft, lassen sich dort beraten und kaufen letztlich die Ware im Internet", erzählt er. Mit Hilfe sogenannter QR-Codes, dabei handelt es sich um eine quadratische Matrix mit schwarzen und weißen Punkten, will Spielberg auch außerhalb der Öffnungszeiten den Umsatz der Händler ankurbeln. Window-Shopping heißt das in der Branche: Der Kunde scannt mit dem Smartphone den QR-Code eines im Schaufenster ausgestellten Produkts und löst dadurch in Verbindung mit seinem Paypal-Konto die Bestellung aus. Vom Umsatz profitiert der Händler, vor dessen Schaufenster die Ware geordert wurde.

In der Berliner Friedrichstraße wird das System der Live-Transaktion in wenigen Wochen erstmals in Kooperation mit dem Apple-Händler mStore praktisch angewendet: In einer Filiale der Deutschen Bank werde ein Demo-Shop eingerichtet, in dem sämtliche Apple-Produkte ausgestellt sind - vor Ort gekauft werden kann aber nichts. Wem etwas gefällt, der scannt den Code des ausgestellten Modells und bekommt die Ware an seine bei Paypal hinterlegte Adresse geliefert. "Wenn demnächst das iPad3 in den Handel kommt, lassen sich so lange Schlangen umgehen", sagt Spielberg. Ähnliche Projekte sind mit großen Handelsketten in Vorbereitung.

Unter den 140 Paypal-Mitarbeitern am Standort Dreilinden ist Spielberg der Zweitälteste. In der Top 100 der einflussreichsten Persönlichkeiten der digitalen Wirtschaft liegt er derzeit auf Platz 5. Abgestimmt werden kann noch online bis zum 6. März.

(Kommentar)

http://nextberlin.eu/next-100

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dummer bürger 02.03.2012 - 08:12:11

gelebte Realität und vom Gesetz unterstützt

Schulden machen ist kein Delikt. Denn es gibt die Möglichkeit der Privatinsolvenz. Das macht jetzt auch in Deutschland Schule. Kaufen und Luxus genießen und die aufgelaufenen Schulden werden nach nur wenigen Jahren erlassen. In der Märchenwelt war es das Schlaraffenland. Und der Kreislauf schließt sich, da diese offenen Forderungen über die Allgemeinheit zurück geholt werden. Der Gläubiger legt es später auf die Allgemeinkosten um. So einfach.

der Holgo 01.03.2012 - 22:12:24

Könnte vielleicht mal zuerst jemand

irgendwas entwickeln, womit man zu Geld kommt, bevor das Ausgeben revolutioniert wird? Das Geldausgeben kriegen die Leute nachher schon ganz von alleine hin, wenn sie erstmal welches haben. Aberwar ja eigentlich klar Schritt B vor A und Geld ausgeben, dass man nicht hat, sowas lernt man in Amerika.

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