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Staubfahnen über dem Grundstück

Die Strubenseer Hans-Jürgen und Margitta Ehritt hoffen, dass Autos bald die Fahrt an ihrem Haus vorbei verwehrt bleibt.  Schönberg
Die Strubenseer Hans-Jürgen und Margitta Ehritt hoffen, dass Autos bald die Fahrt an ihrem Haus vorbei verwehrt bleibt. Schönberg © Foto:
Christian Schoenberg / 27.08.2012, 18:40 Uhr
Strubensee (MZV) Das bekannte runde Verkehrszeichen mit dem weißen Schild und dem roten Kreisrand – das wollen Hans-Jürgen und Margitta Ehritt wieder vor ihrer Haustür haben. Grund ist der zunehmende Verkehr zum Wutzseeufer, der direkt an ihrem Grundstück vorbeiführt.

Mit dem Durchfahrtsverbotsschild wollen sie den zunehmenden Verkehr ausbremsen. „Früher hat es schon eines gegeben“, erzählen sie. „Dahinter sogar ein Schranke.“ Seit bei einer Putzaktion vor vier Jahren beides abmontiert wurde, fahren Jahr für Jahr mehr Autos an ihrem Grundstück vorbei.

Die Folge: Staubfahnen wehen an trockenen Tagen den ganzen Nachmittag lang übers Grundstück und ins Haus. „Und hier ist der Boden so sandig, dass er sich schon nach drei Tagen Trockenheit leicht aufwühlen lässt“, so Hans-Jürgen Ehritt.

Ebenfalls in Sorge sind er und seine Frau, weil die Autofahrer ihre Fahrzeuge bis tief in den Baumbestand hineinsteuern, um möglichst wenig Weg zur Badestelle vor sich zu haben. „Wir wohnen jetzt quasi direkt an einem Wald, der besonders brandgefährdet ist“, so Ehritt.

Revierförster Pierre Gulz bestätigt, dass man ein Auge auf die Strubenseer Badestelle geworfen hat. Für die Forststreife, die Strafzettel wegen Befahrens von Waldwegen verteilt, ist es einer der Schwerpunkte, an denen sie unterwegs ist – aber auch nicht der einzige Problempunkt im Lindower Revier. „Wir sind auch verstärkt am Werbellinsee und am Gudelacksee hinter der Rhinbrücke unterwegs“, so Gulz. „So ein Katalysator wird über 1000Grad heiß“, sagt er. Das könne gerade bei tagelanger Hitze und Trockenheit rasch zu einem Brand führen.

Dass der Landesforstbetrieb Bußgelder androht, reicht Ehritts aber nicht. Deshalb wollen sie nicht auf den Antrag verzichten, dass wieder ein Verbotsschild aufgestellt wird. „Es sind viele Berliner, die sich von ihren Navis hierher steuern lassen“, sagt Margitta Ehritt. Wenn sie wegen eines Verbotsschild sehen würden, dass sie nicht mehr bis an das Ufer heranfahren dürfen, würden sie sich vielleicht einen anderen See suchen, hofft sie. Die Staubfahnen über dem Grundstück wären dann Geschichte.

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