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Zwölf Parkbuchten für Badegäste

Anwohner favorisieren Schilder statt Straßenausbau.  MZV
Anwohner favorisieren Schilder statt Straßenausbau. MZV © Foto:
Christian Schoenberg / 12.09.2012, 17:20 Uhr
Strubensee (MZV) Strubensee will den Weg zum Wutzsee ausbauen lassen. Darauf einigte sich der Ortsbeirat bei seiner Sitzung am Dienstagabend. Damit wolle man dem zunehmenden Verkehr zur Badestelle am Wutzsee gerecht werden.

Laut Ortsvorsteher Tony Groche soll vom Kreisel bis zur Wendeschleife am Wald die Fahrbahndecke auf 250Meter befestigt werden. Am Straßenrand sollen Parkbuchten hin. Zwölf davon sollen entstehen. „Leute, die dann zur Badestelle wollen, werden mit Schildern darauf hingewiesen, dass sie ihre Autos dort abstellen können“, so Groche. Das halte sie davon ab, in den Wald hineinzufahren. Und durch die feste Fahrbahndecke werde auch kein Staub mehr aufgewirbelt.

Die Belästigung durch aufgewühlten Wegsand war einer der Kritikpunkte, der Anwohner des Wegs zum Wutzsee dazu brachte, Veränderungen einzufordern. Der andere war, dass Leute dicht im Wald parken und sich dadurch die Waldbrandgefahr in unmittelbarer Wohnnähe erhöht (RA berichtete).

Hans-Jürgen Ehritt hatte aber andere Vorstellungen vorgebracht als einen Straßenausbau – für den die Anlieger selbst 70Prozent aus ihrem Portemonnaie beisteuern müssten. Ende August haben er und seine Frau beantragt, drei Durchfahrtsverbotsschilder mit dem Zusatzzeichen „Frei für Land- und Forstwirtschaft“ an drei in den Wald führenden Wegen aufzustellen.

„Das Schreiben haben wir dem Ortsbeirat und der Gemeinde übermittelt“, sagte er gestern. Sein Argument: Diese Verbotsschilder gab es schon mal, sie waren aber zusammen mit Schranken Anfang 2009 abgebaut worden. „Seitdem erst fahren vor allem junge Badegäste mit ihren Autos bis vor die Badestelle am Wutzsee“, so Ehritt, der aus terminlichen Gründen bei der Ortsbeiratssitzung als Einwohner nicht teilnehmen konnte.

Dort hatte aber eine Mitarbeiterin des Ordnungsamts deutlich gemacht, dass die Aussicht, solche Schilder aufzustellen, begrenzt sei, wie Groche berichtet. Schließlich seien die drei Wege nunmal öffentlich – ein Merkmal, das ihnen nicht einfach so genommen werden könne.

Der Ortsvorsteher rechnet mit Kosten von insgesamt 100000Euro, inklusive der Planung. Der Vorschlag des Ortsbeirats wird der Gemeindevertretung zugeleitet werden, die dann entscheiden kann, ob sie die Schildvariante oder den Straßenausbau gutheißen will.

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