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Mal ein ganz anderes Abenteuer

Schnell unterwegs: Bis zu 40 Kilometern pro Stunde erreichen die Hunde.
Schnell unterwegs: Bis zu 40 Kilometern pro Stunde erreichen die Hunde. © Foto: Georg-Stefan Russew/MZV
Mein Freistil-Jugendredaktion / 08.01.2013, 20:00 Uhr - Aktualisiert 17.10.2013, 11:26
Frankendorf (In House) - Stahlblaue Augen sind ihr Markenzeichen - Sibirische Huskys. In Frankendorf hat eine 24-köpfige Hundemeute ihr Zuhause.

Elmar Fust und Sabine Kühn betreiben dort seit mehr als sechs Jahren einen Freizeit- und Tourismusservice. „Wir sind deutschlandweit mittlerweile etabliert", meint Elmar. Über das ganze Jahr hinweg kämen mehrere hundert Besucher nach Frankendorf.

Im Mittelpunkt stehen ihre Schlittenhunde. Unter fachkundiger Anleitung kann zu Fuß oder im Schlitten auf Exkursion durch die Wälder im Ruppiner Land gegangen werden. „Das ist ein kleines Abenteuer."Man kann mit den Vierbeinern auch auf Tuchfüllung gehen.

Sibirische Huskys sind friedfertig und dem Menschen gegenüber sehr freundlich. Wegen ihres tollen Wesens eignen sie sich sogar für einen Einsatz im sozialpädagogischen Umfeld. Man kann die Tiere ohne Bedenken anfassen und streicheln. „Es ist uns ausgesprochen wichtig, dass die Zweibeiner ein Gefühl für die Hunde bekommen", erklärt Elmar. Die Tiere gehen auf fremde Menschen aufgeschlossen und freudig zu.

Im Huskyrudel ist es meistens ruhig, berichtet Elmar Fust. „Wir haben jeweils ein männliches und weibliches Alphatier", sagt er. Beide „regieren" das Rudel. „Zu wirklichen Prügeleien kommt es nur sehr selten." Rangniedere Tiere müssen sich von ihren Chefs keinesfalls alles gefallen lassen. „Wenn es den rangniederen Tieren nicht mehr passt, zeigen sie es den Alphatieren schon. Die gehen damit sehr gelassen um", erklärt der Hundeführer.

Vor den Touren mit dem Schlitten oder Wagen stellt das Team jedem Exkursionsteilnehmer die Tiere einzeln vor. Im Freilauf und beim Spielen kann man die Hunde beobachten und Wissenswertes über das Rudelverhalten erfahren. „In einem Vorgespräch werden dann wichtige Informationen zur Ausrüstung, Fahrtechnik sowie Sicherheit beim Training mit den Huskys vermittelt."

Auf der bis zu 40 Stundenkilometer schnellen Tour lernt man sein eigenes Huskygespann unter fachkundiger Anleitung führen. Ähnlich läuft es bei den Wandertouren. Jeder Teilnehmer bekommt einen Husky, der per Gurt und Leine mit ihm verbunden wird. „Hier kommt es auch auf die richtigen Kommandos an", erklärt der Profi-Musher. Musher ist der grönländische Fachausdruck für den Gespannlenker.

„Wandern mit Husky bedeutet, intensiven Kontakt zum Tier aufzubauen, etwas Hundesprache zu lernen und dann mit dem Tier für die Zeit der Wanderung ein Team zu werden", so Elmar. „Schlittenhunde zu haben und mit ihnen zu trainieren, ist wie eine Sucht, von der ich nie mehr loskommen werde."

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