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Neubau startet voraussichtlich im März / Vereine leben wegen Verzögerung mit Provisorien

Hohenfelder Gemeindehaus in Trümmern

Letzte Arbeiten: Inzwischen ist das ehemalige Gemeindehaus komplett abgerissen.
Letzte Arbeiten: Inzwischen ist das ehemalige Gemeindehaus komplett abgerissen. © Foto: Stefan Csevi
Andrea Weil / 22.01.2013, 07:30 Uhr - Aktualisiert 22.01.2013, 15:23
Hohenfelde (wei) Der erste Schritt ist gemacht: Die Stadt hat das alte Hohenfelder Gemeindehaus abreißen lassen. Als Baubeginn für den Ersatz wird nun der März angepeilt. Allerdings läuft die Ausschreibung noch.

"Da ist schon etwas Wehmut mit dabei, wenn man den Abriss sieht", sagte Ortsvorsteher Detlev Martens. Immerhin hatten die Hohenfelder vor 44 Jahren tatkräftig mit angepackt, um das Haus zu bauen. "Aber es war nicht mehr tragbar, da sind wir uns alle einig." Die Stadtverordnetenversammlung hatte bereits im November 2011 beschlossen, das Gebäude durch einen kleineren Neubau zu ersetzen, der die aktuellen Ansprüche an Wärme-, Brand- und Schallschutz erfüllt und Energiekosten spart.

320 000 Euro wurden damals eingeplant. Eine wichtige Vor-aussetzung: Fördermittel. Deren Vergabe habe sich verzögert, deshalb wurde der Bau um ein Jahr verschoben, erklärt Bauleiterin Gabriela Weber. Hinzu kam, dass 2012 bei der ersten Ausschreibung der günstigste Anbieter einen Rückzieher gemacht hatte. Deshalb hat das städtische Bauamt die Aufträge getrennt: Abriss und Neubau übernehmen nun verschiedene Firmen.

Die Firma 3S Gesellschaft für Abriss und Recycling hat mit ihrem Teil begonnen. Das Gemeindezentrum ist bis Oberkante Fußboden abgetragen, als nächstes transportieren die Arbeiter den Schutt ab. Das neue Haus soll an gleicher Stelle errichtet werden. Es wird mit 336 Quadratmetern Grundfläche erheblich kleiner als sein Vorgänger ausfallen. Trotzdem sieht der Entwurf einen ähnlich großen Veranstaltungsraum vor wie bisher. Außerdem soll es weiterhin das Büro des Ortsvorstehers, Jugendclub, Pausenraum für Gemeindemitarbeiter, eine Garage und einen Friseur beherbergen.

"Wir sind optimistisch, dass wir vielleicht schon im Herbst wieder was haben, wo wir unterkommen können", sagt Ortsvorsteher Martens. Das alte Haus hatten die Hohenfelder Vereine bereits vor einem Jahr zum ursprünglich vereinbarten Termin geräumt und seither nicht mehr benutzt. "Der Dorfverein feiert reihum in den Partykellern, die Rentner besuchen Veranstaltungen in Nachbarorten, die Jugendlichen haben sich im Sommer draußen getroffen", erklärt Detlev Martens die provisorische Lösung. "Aber wir haben ja selbst dafür gestimmt, da beschwert sich niemand."

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