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Sophienstädt feiert zum achten Mal sein Maibaumfest / Korso mit Trommlern, Radfahrern und Skatern

"Dorfburschen" und eine 23 Meter hohe Birke

Brigitte Horn / 05.05.2013, 23:32 Uhr
Sophienstädt (MOZ) Das achte Maibaumfest mit samt großem Korso ist am Wochenende über die Bühne gegangen. Zahlreiche Besucher wollten sich das auch in diesem Jahr nicht entgehen lassen. Unter dem Maibaum sowie im und rund um das Festzelt hat Sophienstädt sein Dorffest gefeiert.

Mit einem Blaulichtfahrzeug an der Spitze und unter den Trommelwirbeln der Gruppe "Tromböse" ist der Tieflader von Marienwerder kommend auf die Dorfstraße Sophienstädts eingebogen. Seine Fracht ist der in diesem Jahr 23 Meter lange Maibaum. Neben dem Stamm der Birke haben die Trommler Platz genommen, die kräftig auf ihre Instrumente schlagen, so dass sie schon von weitem zu hören sind. Begleitet wird der Zug von Radfahrern und Skatern. In die Krone des Maibaums, die weit über die Ladeplattform ragt, sind bunte Bänder gebunden. Es ist eine beeindruckende Zeremonie, die Liane Hoffmann aus Klosterfelde und viele andere jedes Jahr nach Sophienstädt führt.

"Solch ein Umzug mit dem Maibaum ist einmalig in Brandenburg", sagt Bürgermeister Mario Strebe. Ein bisschen an die Maibaumtraditionen andernorts angelehnt, aber nach ganz eigenen Ideen gestaltet. Maibäume sind in Baden-Württemberg, Bayern, aber auch im Ems- und in Ostfriesland zu finden. Inzwischen schon zum achten Mal hat das Spektakel in Sophienstädt offensichtlich nichts von seiner Attraktivität eingebüßt.

"Es war die Idee des Bürgermeisters, dem Dorffest einen besonderen Charakter zu verleihen", sagt Christian Cikursch. Er gehört zu den vier "Dorfburschen", so auch die Aufschrift auf ihren T-Shirts, die die verantwortungsvolle Aufgabe haben, den Baum in einem zwei Meter tiefen Betonfundament sicher zu verankern. Drei von ihnen sind von Anfang dabei. Es sind gestandene Männer, die oft auf Montage arbeiten. Warum sie mitmachen? "Wir finden es schön", sagt Christian Cikursch. "Schön wie immer", lobt auch Martina Stegmann, die zwar seit ein paar Monaten nicht mehr in der Gemeinde wohnt, aber gern zum Maibaumfest gekommen ist. "Einen Bierwagen holen, das machen alle, aber der Umzug und das Aufstellen des Baumes, das ist schon etwas Besonderes", findet Ronny Kosse, Ortsvorsteher von Marienwerder. Zwischen Kirche und Gemeindevereinshaus und mit dem Maienkranz geschmückt, scheint der Baum fast das Gotteshaus zu überragen. Inzwischen haben sich die Jüngsten der Kita Mäusestübchen neben dem Maibaum aufgestellt und bieten ein Programm mit Liedern und Tänzen dar.

Unter den bunten Bändern des Maibaums war ein großes Festzeit für mehr als 200 Personen aufgebaut. Schausteller waren vor Ort. Es gab ein reichhaltiges Programm für die Kinder. Kremserfahrten waren begehrt, aber auch die Ausstellung von Motorradoldtimern fand ihre Liebhaber, um nur einige Punkte des umfangreichen Festprogramms zu nennen.

Über allem wölbte sich ein blankgeputzter blauer Himmel, so dass kein Regentropfen die Stimmung eintrübte. Indes würde es dafür auch keinen Grund geben, wo jetzt mit dem Bau des großen Parkplatzes an den Seen im Ortsteil Ruhlsdorf auch für den Ortsteil Sophienstädt ein viele Jahre bestehendes Problem, ein bei Badewetter zugeparkter Ort, aus der Welt geschafft wird.

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