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Schneewalzer bei Frühlingswetter

Schunkeln beim Schneewalzer auf dem ersten Weihnachtsmarkt in Klein Briesen Foto: Karl-Heinz Arendsee
Schunkeln beim Schneewalzer auf dem ersten Weihnachtsmarkt in Klein Briesen Foto: Karl-Heinz Arendsee © Foto:
Ruth Buder / 30.11.2009, 06:09 Uhr
Klein Briesen Ganz kuschelig war er, der erste Klein Briesener Weihnachtsmarkt. Eingehüllt in Tannengrün luden zahlreiche Stände zu einem Rundgang auf dem Wilhelmplatz am Ortsrand ein. Die Klein Briesener Dorfgemeinschaft, angeführt von der örtlichen Feuerwehr, hatte keine Mühe gescheut, sich in ihrer Gastfreundschaft von der besten Seite zu zeigen. Aus allen Nachbardörfern strömten die Gäste heran. Fröhliche Stimmung erzeugten nicht nur Glühwein und Holunderschnaps, sondern auch die jungen Damen und Herren des Akkordeonorchesters Oder-Spree. Guten Absatz fand ein Kalender für 2010, der in seinen Fotos zeigt, wie schön ländliche Idylle zu allen Jahreszeiten ist. Ganz viele rote Weihnachtsmann-Mützen bestimmten das Bild auf dem ersten Klein Briesener Weihnachtmarkt. Allen voran Erhard Kussatz, der als Ortswehrführer die Fäden der Organisation in der Hand hielt und mit selbstgebackenem Brot seinen kulinarischen Anteil leistete. Die Besucher kamen in Scharen, sogar ein Einweiser (Eckhard Herrmann) für die vielen Fahrzeuge musste Dienst tun. Und das in einem Ort mit gerade mal noch 60 Einwohnern. Die Einheimischenverstehen es, auch Zugewanderte einzubeziehen. Gerhard Boss (er stammt aus Frankfurt /Main) und Helga Ammer (aus Berlin) wohnen erst seit wenigen Monaten in Klein Briesen. Aber beim Weihnachtsmarkt wollten sie dabei sein, hatten einen Trödelstand aufgebaut. "Wir sind begeistert von der Ruhe hier im Dorf, aber auch von der Aufgeschlossenheit der Menschen. Alle sind sehr nett", lobt Helga Ammer, die ihrerseits mit ihrem Mann auch offen ist für die Menschen von hier.

So gut wie alles, was es hier zu kaufen gab, war hausgemacht. Angefangen von den Galloway-Würstchen, die Fred Bullack grillte. Er hat jetzt einen Hof in Plattkow, wollte aber beim Weihnachtsmarkt in seinem Heimatdorf dabei sein. Wunderbar schmeckte auch der Kuchen, den die Dorffrauen gebacken hatten, ebenso die Waffeln, die frisch aus dem Eisen kamen. Viel zu bieten hatte auch der Trödelmarkt, hier konnte man neben allerlei Krimskram aus Porzellan derbe Filzstiefel ebenso erwerben wie einen Zigarettenanzünder auf Solarbasis. Aus der Nachbarschaft, aus Groß Muckrow, war der Holunder-König (Reinhard König) gekommen, um Süßes und Hochprozentiges - alles aus Holunder - probieren zu lassen.

Reißenden Absatz fanden die Klein Briesener Spezialkalender, die das Örtchen von oben (Deckblatt) und in den Schönheiten aller Jahreszeiten zeigt. Eingefangen hat sie die 22-jährige Hobby-Fotografin Karolin Kussatz, die in Klein-Briesen wohnt und als Orthopädiemechanikerin arbeitet.

Angetan über den wahrscheinlich kleinsten Weihnachtsmarkt Brandenburgs war nach seinem Rundgang auch Thomas Hähle, Bürgermeister der Stadt Friedland. Er freute sich über so viel Zusammenhalt und Engagement in diesem Ortsteil. Gekommen waren auch die Feuerwehr-Partner aus Klein-Briesen (Belzig/Potsdam-Mittelmark). Hier hatten sich die hiesigen Klein Briesener nämlich abgeguckt, wie man einen Weihnachtsmarkt organisiert und sich gesagt: "Was die können, können wir schon lange." Am 12. Dezember geht es zum Gegenbesuch.

"Jingle Bells, Jingle Bells", spielte das rotbemützte Akkordeonorchester unter Leitung von Karin Pfiller. Die Gäste summten und schunkelten bei einem Becher Glühwein mit - und kamen in eine fröhliche Weihnachtsstimmung. Das haben die Klein Briesener prima gemacht!

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