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Ländlicher Wegebau von Groß Pinnow zur Bundesstraße 2 kostet 650 000 Euro

Freie Fahrt für Radler und Landmaschinen

Eva-Martina Weyer / 30.08.2013, 21:00 Uhr
Groß Pinnow (MOZ) Die holprige Betonplattenstrecke von Groß Pinnow zur B 2 ist erneuert worden. Ab sofort herrscht dort wieder freie Fahrt. Die Sanierung lief unter dem Begriff ländlicher Wegebau. Im September beginnen im Amt Gartz weitere lang ersehnte Straßenbauarbeiten.

Die Sanierung der Betonstrecke war Bestandteil des Flurneuordnungsverfahrens Unteres Odertal und ist entsprechend gefördert worden. Die Kosten liegen bei rund 650 000 Euro, wobei die Gemeinde Hohenselchow-Groß Pinnow einen Eigenanteil aufbringen musste.

Der hauptsächlich von Landmaschinen genutzte Weg mündet in der Nähe von Friedrichsthal in die Bundesstraße 2. Die fast 2700 Meter lange Piste war schon Anfang der 1970er-Jahre errichtet worden und war wegen des schlechten Untergrundes inzwischen völlig marode und kaum noch befahrbar. Mitunter musten lange Umwege in Kauf genommen werden.

Die Schwedter Firma IPSC hat die Planungsunterlagen für die Sanierung erstellt. Die Ruff Straßen- und Tiefbau GmbH aus Löcknitz hat die Arbeiten ausgeführt und ist sogar eine Woche vorfristig fertig geworden. "Das ist sehr erfreulich", lobte der Gartzer Amtsdirektor kurz vor der Bauabnahme.

Die Straßenbauer haben unter anderem auf einer fast 1700 Meter langen Strecke Asphalt gezogen und auf 500 Metern neue Betonspurplatten verlegt. Jetzt bleibt abzuwarten, wie sich der unmittelbare Nachbar dieser Piste verhält - der Biber. Er hatte nämlich durch seine eigenen Bauarbeiten die Platten hochgedrückt und schwer passierbar gemacht.

"Wir werden noch Schilder aufstellen: Vorsicht, Biber!", sagt Bürgermeister Norbert Dittmann. "Wir müssen mit dem Biber leben und wir können das auch." Norbert Dittmann sieht die sanierte Anbindung als sehr vorteilhaft für Groß Pinnow. "Nicht nur die Landeigentümer können jetzt besser auf ihr Land kommen. Der Weg ist aus touristischer Sicht sehr wichtig für uns. Fahrradfahrer haben nun eine ordentliche Anbindung zum Nationalpark. In Zukunft muss nur noch ein letztes kurzes Stück Plattenweg gemacht werden."

In der Tat: Am idyllischen Ortsausgang von Groß Pinnow in Richtung B 2 zweigen verschiedene Rad- und Wanderrouten ab. Sie führen nach Friedrichsthal (sechs Kilometer), Schwedt (15 Kilometer) und Mescherin (18 Kilometer).

Der Monat September hält außerdem für Ortschaften im Amt Gartz einige positive Entwicklungen bereit. Am kommenden Dienstag beginnen die Bauarbeiten an der maroden Hauptstraße von Wartin.

Am 26. September soll der symbolische erste Spatenstich zur Sanierung des Bäckerberges in Luckow erfolgen. Der Bäckerberg ist eine Kreisstraße. Wartin und Luckow sind Ortsteile von Casekow.

Wie aus dem Landesbetrieb Straßenwesen zu hören ist, kommt auch Bewegung in die von Anwohnern seit Langem ersehnte Sanierung der Gartzer Kastanienallee, die dort die Bundesstraße 2 ist.

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