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Rückkehrer verjüngen Günthersdorf

Jörg Kühl / 15.10.2013, 07:03 Uhr - Aktualisiert 28.12.2014, 18:09
Günthersdorf (MOZ) Günthersdorfer Familien suchen Sponsoren für einen neuen Spielplatz. Er soll ein morsches Klettergerüst, das auf dem Dorfanger steht, ersetzen. In dem Ort leben 23 Kinder und Jugendliche. Viele davon stammen aus zurückgekehrten Familien.

Das alte Klettergerüst auf dem Dorfanger sieht an diesem Herbstmorgen kaum einladend aus. Die Staplerreifen, die an den Schaukelketten als Sitzunterlage montiert sind, sind morsch und voller Wasser, das Kletternetz ist geflickt, ein krummer Robinienast, den der Bauhof vor Jahren als Ersatz für den morschen Originalbalken eingebaut hat, trägt notdürftig die beiden Schaukeln.

Nun haben sich einige Günthersdorfer Familien zusammengetan, um gemeinsam für einen neuen Spielplatz die Trommel zu rühren. "Wir wollen auf diese Weise Sponsoren gewinnen, die uns bei der Anschaffung neuer Spielgeräte unter die Arme greifen", teilt der Mitinitiator der Aktion, Thomas Mittmann, mit.

Drei Mal haben sich die Eltern schon getroffen, um die Wünsche ihrer Kinder zu ergründen und auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. Eine Kletterkombination mit zwei Türmen für die jüngeren Kinder und eine Kletterspinne für die älteren Kinder sind dabei herausgekommen. Kostenpunkt geschätzte 9000 Euro. Außerdem soll der neue Spielplatz mit einer Hecke umfriedet und der steinige Boden unter dem Dorfanger mit sturzpuffernden Material ausgestattet werden. Friedlands Bürgermeister Thomas Hähle verspricht, die Eltern bei ihrem Vorhaben so gut es die Stadtfinanzen zulassen zu unterstützen. Wegen des Haushaltssicherungskonzeptes seien die finanziellen Spielräume für eine solche "freiwillige Aufgabe" jedoch begrenzt.

Der Bedarf nach einem neuen Spielplatz ist in den letzten Jahren gestiegen. Mehrere junge Leute sind, inzwischen "mit Familienanhang", in das Dorf zurückgekehrt. Zu ihnen gehört Diana Hallasch, die mit Lars-Peter Hupp und den Söhnen Sören (13) und Torben (7) 2006 wieder in ihr Elternhaus einzog. Ähnlich geht es Carolin Paulitz, im zehnten Monat schwanger, die 2008 mit Partner Michael Trautsch und Tochter Lilly nach Günthersdorf in das Dorf ihrer Jugend zurückkehrte. Seit vier Jahren zurück in seinem Heimatdorf ist Marco Bock mit Lebensgefährtin Swetlana Bonde und dem gemeinsamen Kind Angelina (6).

Die jüngsten Heimkehrer sind Familie Mittmann/Müller, die erst seit drei Monaten Günthersdorfer sind. Kathleen Müller war in dem Dorf aufgewachsen. Zur Familie gehören Thomas Mittmann und die Kinder Luisa (6) und Julian (drei Monate). Inzwischen sind 23 der insgesamt 176 Dorfbewohner jünger als 18 Jahre.

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