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Feuerwehrnachwuchs aus Müncheberger Ortsteilen beweist Können zur Abschlussveranstaltung für die Jugendflamme I und II

Feuerwehrnachwuchs aus Müncheberger Ortsteilen beweist Können

Richtig befestigen: Tobias Helwig (Jahnsfelde) verbindet Erics Kopfverletzung, nachdem er eine Kompresse auf die Wunde gelegt hat. Björn Groß (r.) von der First-Responder-Gruppe Müncheberg hilft.
Richtig befestigen: Tobias Helwig (Jahnsfelde) verbindet Erics Kopfverletzung, nachdem er eine Kompresse auf die Wunde gelegt hat. Björn Groß (r.) von der First-Responder-Gruppe Müncheberg hilft. © Foto: MOZ/Gabriele Rataj
Gabriele Rataj / 21.10.2013, 07:13 Uhr
Hermersdorf (MOZ) Am Sonnabend treten Jugendfeuerwehrleute aus den Ortsteilen der Stadt zur Jahres-Abschlussveranstaltung an. Zwölf Stationen warten auf sie, bevor feststeht: Alle dürfen sich die Jugendflamme anstecken.

Die Finger sind klamm bei neun Grad Außentemperatur - auch im Sonnenschein. Aber die Einmalhandschuhe beim Erste-Hilfe-Einsatz müssen übergestreift werden. Dann klebt innen auch noch ein Finger! Björn Groß von der First-Responder-Gruppe Müncheberg zeigt Johann Plötz aus Eggersdorf den Trick: Hineinblasen.

Etwas Aufregung ist schon dabei, selbst wenn die Älteren cool tun und sich die Jüngeren vor Beginn der Stations-Durchgänge bei einer kleinen Laub-Schlacht ablenken. Doch Prüfung bleibt Prüfung. Und der Feuerwehr-Nachwuchs will zeigen, dass er die Bedingungen für die Jugendflamme erfüllen kann.

Die Müncheberger Jugendfeuerwehr hat das Programm im April bereits erfolgreich absolviert. Jetzt sind die anderen Ortsteile an der Reihe. Dazu sind bei André Strehmann, stellvertretender Stadtwehrführer Münchebergs, 25 Jugendfeuerwehrmitglieder für die Stufe I gemeldet worden und neun - von den Größeren - für Stufe II.

Gerade Letztere hat es in sich, macht Kreisjugendwart Martin Zohles (Neuhardenberg) auf die Anforderungen an die Jugendlichen aufmerksam. Doch durch gezielte Ausbildung in den vergangenen Jahren sei im Jugendbereich inzwischen flächendeckend ein guter Stand erreicht worden. Das, hofft er, wird auch diese Leistungsprüfung bestätigen. "Nur bei der höchsten Qualifizierung, der Leistungsspange, haben wir noch Nachholbedarf", sagt er. Doch das sei fast schon der Truppmann-Ausbildung bei den Aktiven vergleichbar.

Zwölf Stationen haben die Jugendwarte mit André Strehmann und den Ortswehren vorbereitet. Auf der Wiese rund um das Hermersdorfer Gerätehaus und entlang der Dorfstraße ist die Technik aufgefahren, prüfen Trebnitzer und Jahnsfelder Aktive, ob der Unterflurhydrant gefunden wird und achten bei den Älteren auf das richtige Setzen eines Standrohrs. Auch ein Wassermonitor muss gemeinsam aufgebaut werden. Er tut auch ohne Aufsicht im Bedarfsfall seinen Dienst.

Die Kleineren hingegen sollen bei Uwe Kempfert von der Hoppegartener Wehr demonstrieren, wie Schläuche richtig und schnell ausgerollt und an den Verteiler angeschlossen werden. Bürgermeisterin Uta Barkusky, die es sich nicht nehmen lässt, bei der Abschlussveranstaltung dabei zu sein, zollt Anerkennung - den Kleinen wie den Großen, Jugendwarten, Betreuern, Aktiven. "Was auf dieser Strecke geleistet wird, ist nicht hoch genug anzuerkennen."

Ein paar Meter weiter zeigen Matthias Baumunk und Matthias Chichowsky von der Eggersdorfer Wehr, dass sie den Zimmermannsschlag beherrschen. Wer dem Nachwuchs bei der Knotenkunde auf die Finger schauen will, muss geübt sein. "Ganz schön schwer", findet der kleine Leon Bauer, als er drei verschiedene Schlingverbindungen zeigen soll.

Markus Hohmann, Wehrführer der gastgebenden Hermersdorfer, prüft Fahrzeugkunde. Für die Jüngeren gehört dazu auch, je zwei Gegenstände vom Löschfahrzeug herunterzunehmen, richtig zu benennen und deren Benutzung erklären - für einen Zehnjährigen nicht ganz ohne ... Die Älteren müssen im Team zeigen, wie das Auto im Einsatzfall auf der Straße abgestellt und gesichert werden soll. "Da sieht man genau, ob einer in der Ausbildung nur so mitgelaufen ist oder ob er mitdenkt, handelt", sagt Hohmann.

Am Ende haben es alle bewältigt. "In Schulnoten ausgedrückt, für den größten Teil mit Note 2", verdeutlicht Stadtwehrführer Carsten Greim. "Besonders die Jugendlichen haben sich viel Mühe gegeben", schätzt er ein. Zwei haben noch etwas Nachholbedarf, doch bis zum nächsten Mal kann das sitzen.

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