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Plan für den Haussee beschlossen

KUKRAKAU / 27.01.2010, 06:15 Uhr
Krummensee () Von Kai-Uwe Krakau

Für den Haussee in Krummensee wird ein Grünordnungsplan erarbeitet. Gleichzeitig beschloss die Stadtverordnetenversammlung eine zweijährige Veränderungssperre.

Die Vorlage war zuvor im zuständigen Bauausschuss diskutiert worden - und das auf Anregung des Ortsbeirates Krummensee, wie Rathausmitarbeiterin Silke Hupfer sagte. Das Ziel sei es, so hieß es damals, die Uferzone zu schützen. Auch sollte der Bereich um den See für Spaziergänger begehbar bleiben. "Das Gewässer ist von dem Plan nicht betroffen", so Silke Hupfer. Nach ihren Angaben hat es einen "reinen Grünordnungsplan" in der Stadt Werneuchen bisher noch nicht gegeben.

"Der See soll weiterhin umwandert werden können", so auch Bürgermeister Burkhard Horn in der Sitzung des Gremiums. An einer Stelle sei der Weg bereits durch einen Anwohner unterbrochen. "Damit sich das nicht fortsetzt, müssen wir eine Veränderungssperre erlassen", so der Verwaltungschef. Sie sei auf zwei Jahre befristet und könne um ein weiteres Jahr verlängert werden. Der Bauausschuss stimmte der Vorlage schließlich mehrheitlich zu.

In der Stadtverordnetenversammlung begründete dann der Ortsvorsteher von Krummensee, Erhard Siedler, den Vorstoß. "Wir wollen Ordnung und rechtliche Klarheit", warb er um die Beschlussvorlage. Inzwischen sei das Schilf bereits an einigen Uferstellen beeinträchtigt, gepflanzte Bäume wurden gefällt. "Mit den Bürgern diskutieren wir schon seit einiger Zeit das Thema", betonte der Ortsvorsteher.

In der Fragestunde hatte sich ein betroffener Grundstückseigentümer danach erkundigt, ob es bereits entsprechende Planungskonzepte gibt. "Sonst braucht man doch keine Veränderungssperre", so der Krummenseer. Bürgermeister Horn antwortete, dass mit der Satzung die derzeitige Situation "eingefroren" werden soll. Es sei keineswegs beabsichtigt, vorhandene Bauten zurückzubauen.

Der Haussee prägt das Ortsbild von Krummensee und fungiert als Grün-und Erholungsanlage. Am Gewässer befindet sich auch eine öffentliche Badestelle. Das Seeufer kann derzeit noch in einem Abstand von zehn bis 30 Meter begangen werden. Südlich des Sees gibt es ein größeres Feuchtgebiet.Vor allem im Sommer zieht das Gewässer viele Besucher aus der Region und sogar aus Berlin an. Der Grünordnungsplan soll einen Konflikt zwischen öffentlicher und privater Nutzung und dem Schutzanspruch des Seeufers vermeiden.

Beide Vorlagen wurden schließlich ohne größere Diskussion mehrheitlich von den Stadtverordneten angenommen. Der Beschluss sieht vor, dass die Behörden und die Öffentlichkeit frühzeitig an dem Verfahren zu beteiligen sind und zwar "sobald die Planungskosten haushaltsrechtlich abgesichert sind". Die Verwaltung geht dabei von einer Summe von 11 500 Euro aus, die in den Haushalt von 2011 einzustellen ist.

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