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Kampf gegen Holzwürmer

Jetzt geht es los: In der Kirche zu Hasenholz wird mit der Sanierung der Holzdecke begonnen. Egbert Müller vom Förderverein freut sich darüber
Jetzt geht es los: In der Kirche zu Hasenholz wird mit der Sanierung der Holzdecke begonnen. Egbert Müller vom Förderverein freut sich darüber © Foto: MOZ Gerd Markert
Gabriele Rataj / 16.05.2014, 07:02 Uhr
Hasenholz (MOZ) Herzklopfen bei Mitgliedern und Unterstützern des Fördervereins evangelische Dorfkirche Hasenholz. Am Montag ist mit der Sanierung ihres Gotteshauses begonnen worden. Auf lange Sicht und Stück für Stück soll das alte Bauwerk bewahrt werden.

Diese Woche sind die Fachleute von der Müncheberger Baugesellschaft angerückt. Diesem Tag haben die Mitglieder des Fördervereins evangelische Dorfkirche Hasenholz entgegengefiebert. Liegt ihnen der Erhalt dieses mittelalterlichen Gebäudes in dem abseits gelegenen Teil von Buckow doch sehr am Herzen.

In dem fühlt sich der Holzwurm wohl, der Schwamm erobert sich Wände und Holz. Es ist höchste Eisenbahn, mit der Sanierung zu beginnen. "Teile der Decke sind faulig, wurmstichig außerdem", erklärt Egbert Müller, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins. Alles andere werde später folgen müssen, wie eben Geld da sei.

Einige tausend Euro sind inzwischen für den Sanierungsbeginn zusammengekommen. Dazu gehören die Spenden von Bürgern ebenso wie Einnahmen aus unterschiedlichsten Veranstaltungen des Fördervereins zugunsten des schlichten kleinen Kirchleins aus Feldstein. Denn ohne dessen engagierten Wirkens wären die Arbeiten vermutlich noch nicht begonnen worden.

"Jede Generation muss etwas dazu tun, um diesen dörflichen Mittelpunkt zu erhalten", sieht es der Landwirt Egbert Müller. "Unsere Väter und Großväter haben dafür vielleicht Holz gespendet und jetzt sind wir an der Reihe." Außerdem sei es einfach eine schöne Sache, etwas für das gemeinsame Dorfleben zu tun, ein gemeinsames Interesse, ein Ziel zu haben. Daher hatten die Hasenholzer im September 2007 jenen Verein mit seinen knapp 20 Mitgliedern gegründet - bei gerade einmal gut 60 Einwohnern ein Drittel der gesamten Bevölkerung! Seither sind die Vereinsfreunde um Angelika Gathow unermüdlich beim Organisieren, Vorbereiten und Bestücken von jahreszeitlich geprägten Bauern- und anderen Märkten in ihrem idyllisch auf Hügeln zwischen Feldern, Wiesen und Hecken gelegenen Örtchen. Sie backen Kuchen und pflegen Gemüse, lassen Damwild auf Weiden grasen, Früchte reifen und holen Imker, Fischer oder Biogärtner in ihr Dörfchen, um mit solchem Angebot Besucher nach Hasenholz zu locken.

Ob Konzert der Veranstaltungsreihe "Feldstein und Musik" oder selbst organisiertes Drachenfest, ob Verkaufsstand auf dem Weihnachtsmarkt, zu den Rosentagen in Buckow oder beim Jägerfest in Waldsieversdorf - der Hasenholzer Förderverein ist dabei und sammelt Euro für Euro.

Dazu kamen 2008 noch die 2500 Euro vom Freundeskreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg als Startkapital zur Sanierung für das neue Mitglied Förderverein evangelische Dorfkirche Hasenholz. Mit Leader-Fördergeld sehe es eher schlecht aus, weil reine Kirchensanierung nicht in die Förderrichtlinie passe, sagt Müller.

Begonnen wird daher erst einmal an der Holzdecke. In Folge sollen aber auch Fenster, Putz, eine Querlüftung, das Kirchengestühl drankommen. Das Dach war in vergangenen Jahrzehnten bereits erneuert worden. Eine intakte Kirchhofmauer kam mit Unterstützung von Stadt, Jagdgenossenschaft und AFG zustande.

Eines aber steht auf jeden Fall fest: Am 6. Juli wird an der Dorfkirche mit dem Förderverein gefeiert, bei Blasmusik und Eisbein, auf die Sanierung der Decke.

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