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Isolierglas und aufgearbeitete Türen in ehemaligem Schulgebäude verbessern Energiebilanz

Gemeindehaus Kummerow herausgeputzt

Bauabnahme in Kummerow: Ortsvorsteherin Ilona Pahl, Gemeindevertreter und Uwe Mirr, Leiter des Schwedter Hochbauamtes, trafen sich zur Begutachtung am Gemeindehaus.
Bauabnahme in Kummerow: Ortsvorsteherin Ilona Pahl, Gemeindevertreter und Uwe Mirr, Leiter des Schwedter Hochbauamtes, trafen sich zur Begutachtung am Gemeindehaus. © Foto: MOZ/Dietmar Rietz
Dietmar Rietz / 21.08.2014, 05:45 Uhr
Kummerow (MOZ) Das Gemeindehaus im Schwedter Ortsteil ist für rund 20000 Euro frisch herausgeputzt worden. "Wir wollten die Energiebilanz des Gebäudes verbessern", begründete Uwe Mirr, Leiter Hochbauamt in der Stadtverwaltung, den Handwerkereinsatz im Sommer. Jetzt schauten sich Gemeindevertreter um Ortsvorsteherin Ilona Pahl, Mitarbeiter der Stadtverwaltung und Handwerker an, ob das Werk gelungen ist.

Der große Saal strahlt apricotfarben, die Decke weiß. Statt der heruntergeschliffenen Dielen blickt das Auge am Boden auf Edel-Laminat. Die Fenster an der Giebelseite haben jetzt Sprossen und halten dank Isolierverglasung die Wärme deutlich besser. Der ehemalige Friseurraum bekam Lindgrün auf die Wände und ebenfalls neue Fenster - später soll dort noch eine Spüle eingebaut werden. Alle Türen wurden aufgearbeitet. Über der nun zugdichten Eingangstür glänzt ein neues Oberlicht aus Isolierglas.

Auf dem Dach das Gemeindehauses thront die Sirene, die überflüssig geworden ist, da Kummerow keine Ortswehr mehr hat, sowie zwei Antennen. Uwe Mirr geht derzeit davon aus, dass im nächsten Jahr das Dach des Gemeindehauses Kummerow neu gedeckt werden kann. Die Sirene und Antennen werden dann wohl verschwinden.

Die Ortsvorsteherin strahlt: "Das ist wirklich schön geworden, direkt wohnlich." Ilona Pahl freut sich sowohl für den Ortsbeirat, dem neben ihr Arno Schützler und Ronny Büttner angehören, als auch für die Familien, die hier Hochzeiten und Geburtstage feiern, den Seniorentreff und die Bastelgruppe.

Das Gemeindehaus ist die alte Schule. 1913 ist sie nach Auskunft von Ilona Pahl gegründet worden. Bis 1966 sollen hier noch vier Klassen unterrichtet worden sein. Der Dorfbürgermeister hatte hier sein Büro, die Krankenschwester einen Raum. Zu Zeiten, da private Telefone Mangelware waren, stand hier auch ein Notruftelefon. Die alte Schule wurde nach der Eingemeindung des Ortes als kleinstes Wahllokal der Stadt Schwedt bekannt. In den 90er-Jahren machten alle damals 99 Einwohner noch Politik, waren Mitglieder der Gemeindeversammlung im Ort. Demokratie war damals ein schwieriges Geschäft, auch wegen der wechselnden Anwesenheit der Kummerower.

Gestern Abend fand im Gemeindehaus die erste Sitzung des Ortsbeirates nach seiner Konstituierung statt. Dabei wurde auch noch einmal über Veränderungen im Haus informiert und über Aktivitäten des Dorfes zum Schwedter Stadtjubiläum 2015 gesprochen.

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