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Engpass zum Prinzip erhoben

Erste Einblicke: Die Pläne des Landesbetriebs wurden bei der Einwohnerversammlung vorgestellt.
Erste Einblicke: Die Pläne des Landesbetriebs wurden bei der Einwohnerversammlung vorgestellt. © Foto: MZV/Große
Kirsten Große / 08.10.2014, 19:18 Uhr
Schweinrich (mzv) Wie könnte die Ortsdurchfahrt der L 15 in Schweinrich aussehen, wenn der Landtag sich entscheiden sollte, den Ausbau in seinen Etat mit aufzunehmen? Darum ging es am Dienstagabend bei der Informationsveranstaltung des Landesbetriebs Straßenwesen. Die L 15 würde laut Plan zwischen dem Ortseingang Richtung Wittstock und dem Ortsausgang nach Rheinsberg auf einer Länge von einem Kilometer von Grund auf erneuert werden.

Die gesamte Ortsdurchfahrt soll eine geschlossene Regenentwässerung erhalten. Einen Gehweg gibt es bereits an einem Abschnitt der Ortsdurchfahrt, für den auch schon die Anliegerbeiträge bezahlt wurden. Ein neu zu bauender Gehweg würde an der Dranser Straße beginnen und bis zur Festwiese führen, auf der rechten Seite in Richtung Rheinsberg. An den Kosten würden laut Beitragssatzung die Anlieger beider Seiten beteiligt.

Um den Verkehr zu beruhigen und den Fußgängern einen sicheren Übergang zu ermöglichen, soll es Verkehrsinseln geben. Einer könnte sich vor der Dranser Straße befinden. Dort wird auch die Haltestelle neu errichtet.

Eine weitere Verkehrsinsel soll im Bereich des Gemeindehauses gebaut werden. Der dritte Fahrbahnteiler ist in Richtung Ortsausgang Rheinsberg vorgesehen. Eine Engstelle, an der der Verkehr nur in der Breite einer Fahrbahn geführt wird und Autos halten müssen, soll darüber hinaus verhindern, dass die Fahrzeuge durch den Ort rasen können. Damit wird es vier Punkte zur Verkehrsberuhigung auf einem Kilometer geben.

Die Bürgerinitiative Ortsdurchfahrt Schweinrich hatte im Zuge des Neubaus der Straße strikte Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung gefordert (RA berichtete). Im Ergebnis mehrerer Gespräche waren ihre Anregungen und Wünsche bereits in die Planung eingearbeitet worden. In der Diskussion wurde mehrfach gefragt, ob die Breite der Verkehrsinseln tatsächlich geeignet ist, den Verkehr zu beruhigen. Frank Schmidt, Dezernatsleiter für Planung beim Landesbetrieb, berichtete von guten Erfahrungen bei Straßen, die ein Vielfaches des Fahrzeugverkehrs und der Schwerlasttransporte durch Schweinrich zu ertragen haben.

Gebaut werden soll unter Vollsperrung. Die Umleitung wird wahrscheinlich über Frankendorf und Rägelin erfolgen. Anlieger können aber weiter zu ihren Grundstücken gelangen. Laut dem Wittstocker Sachgebietsleiter für Hoch- und Tiefbau, Frank Wilcke, wird der am Dienstag vorgelegte Entwurf in Kürze zur Ausführung ausgearbeitet. Bürger haben jetzt noch die Möglichkeit, anzubringen, was ihnen als Problem erscheint.

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