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Sporttreiben in den Hallen soll teurer werden

Ulf Grieger / 06.11.2014, 00:08 Uhr
Küstriner Vorland (MOZ) Der Druck des Landes auf die Gemeinden, kostendeckende Gebühren für die Nutzung kommunaler Einrichtungen zu verlangen, trifft auch den Freizeitsport in Küstriner Vorland. Der Sportausschuss hat jetzt höhere Gebühren vorgeschlagen.

"Eine schwarze Null ist in dem Bereich ohnehin nicht zu erzielen", machte Ausschussvorsitzender Detlef Bräuning zu Beginn der Debatte über die Sporthallengebühren deutlich. Die Diskussion über die Erhöhung der Nutzungsgebühren für das Manschnower Bürgerhaus, das Jugendintegrationszentrum Gorgast und das Kulturhaus Küstriner Vorland in Küstrin-Kietz war auf Grund der Brisanz und der Auswirkungen für die bisherigen Nutzer - Senioren, Geschichts- und anderen Vereine - gleich in den nichtöffentliche Teil verschoben worden.

Zu den beiden Turnhallen in Manschnow (Grundschule) und Gorgast (Amthof) wollen die Ausschussmitglieder zur Gemeindevertretersitzung am 24. November "diplomatische" Vorschläge machen: Das Land soll zum einen den Willen erkennen, dass die Gemeinde ihre Einnahmen erhöht. Zum anderen soll verhindert werden, dass die Sportvereine und andere Nutzer ihre Nutzungszeiten kündigen.

Entsprechend moderat waren die Erhöhungsvorschläge, die Detlef Bräuning vortrug. So sollen gemeinnützige Vereine für die anderthalbstündige Sporthallennutzung künftig sechs statt bislang fünf Euro zahlen. Bei einer Verlängerung werden 3,50 Euro statt bisher 2,50 für jede weitere Stunde fällig. Die selben Kostensätze sollen bei privaten Freizeitveranstaltungen gelten sowie bei Veranstaltungen von Kita, Hort oder Jugendclubs.

Betriebe und Behörden zahlen deutlich mehr: 20 Euro für anderthalbe Stunden und 15 Euro für je weitere Stunde. Veranstalter, deren Angebote sich überwiegend an Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren richten, sollen nur die Hälfte der Nutzungsgebühren berappen müssen.

Die beiden gemeindlichen Sportvereine, der SV Gorgast-Manschnow und der Tischtennisverein Lok Küstrin-Kietz, sollen von den Gebühren befreit werden. Die dazu gefassten separaten Beschlüsse sollen weiter gelten, so der Ausschuss in seiner Empfehlung.

Generell abgeschafft werden soll nach Aussage von Detlef Bräuning die Duschmöglichkeit für Freizeitsportler. "Wir brauchen die Dusche nicht für den Schulsport. Bereits bei der Sanierung der Schulsporthalle hatten wir gefordert, dass die Dusche abgebaut wird. Das ist aber nicht erfolgt", kritisierte Bräuning. Hintergrund der rigorosen Forderung ist die Tatsache, dass das bloße Vorhandensein der Dusche Kosten für die Untersuchung zum Legionellenschutz verursacht.

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Leser 06.11.2014 - 20:39:18

bräuning

setzt damit die Vorgabe seiner Partei um, sehe ich das so richtig?

Sportler 06.11.2014 - 07:26:36

Auszug aus der Gemeindeordnung des Landes Brandenburg:

§ 36 Öffentlichkeit der Sitzungen (1) Zeit, Ort und Tagesordnung der Sitzung der Gemeindevertretung sind durch den Hauptverwaltungsbeamten entsprechend den Regelungen der Hauptsatzung öffentlich bekannt zu machen. Die Hauptsatzung muss eine angemessene Bekanntmachungsfrist bestimmen. Ein Verstoß gegen die Bekanntmachungspflicht liegt nicht vor, wenn in Angelegenheiten, die keinen Aufschub dulden, die Gemeindevertretung in vereinfachter Form und unter verkürzter Ladungsfrist einberufen wird oder die Gemeindevertretung ohne erneute Ladung zu einer Fortsetzungssitzung gemäß § 34 Abs. 5 zusammentritt. (2) Die Sitzungen der Gemeindevertretung sind öffentlich. Die Öffentlichkeit ist auszuschließen, wenn überwiegende Belange des öffentlichen Wohls oder berechtigte Interessen Einzelner es erfordern. Jedes Mitglied der Gemeindevertretung oder der Amtsdirektor kann im Einzelfall einen Antrag auf Feststellung der Voraussetzungen des Satzes 2 stellen. Über den Antrag ist in nichtöffentlicher Sitzung zu beraten und zu entscheiden. Der Antrag ist angenommen, wenn die Mehrheit der anwesenden Mitglieder der Gemeindevertretung zustimmt.

Sportler 06.11.2014 - 04:22:49

Vertragung in den nichtöfeentlichen Teil

Bräuning trat zur kommunalwahl als "Sozial" an. Bedeutet "Sozial", dass Themen welche in den öffentlichen Teil der Gemeindevertretung gehören, nunmehr im nichtöffentlichen Teil behandelt werden? Kennt Bräuning die Gemeindeordnung? In dieser steht, was in den öffentlichen Teil einer Sitzung gehört und was nicht. Die Gebührenerhöhungen gehen alle Bürger etwas an. Somit darf der bürger auch erfahren, warum die Gebühren erhöht wurden und welches ausschussmitglied welche Meinung dazu hatte. Scahde, Bräuning, dass sie sich nicht an das Spiel halten 5 setzen.

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