Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Da zündelt die Hammer Feuerwehr

Der Nachwuchs steht bereit: Laura Eschbach (16 Jahre), Finn Frohnert (9), Theo Balke (12) und Maike Frohnert (19) waren zum Knutfest im Einsatz, um beim brennenden Weihnachtsbaumberg für Sicherheit zu sorgen.
Der Nachwuchs steht bereit: Laura Eschbach (16 Jahre), Finn Frohnert (9), Theo Balke (12) und Maike Frohnert (19) waren zum Knutfest im Einsatz, um beim brennenden Weihnachtsbaumberg für Sicherheit zu sorgen. © Foto: MZV
Volkmar Ernst / 19.01.2015, 20:56 Uhr
Hammer (MZV) Bereits seit zehn Jahren wird in Hammer im Januar auf dem Gelände der Feuerwehr ein Feuer entfacht und das Knutfest gefeiert. "Andere Gemeinden haben ihr Osterfeuer, wir unserer Knutfest. Außerdem kommen wir uns damit nicht gegenseitig ins Gehege und nehmen uns die Besucher weg", erklärt Ortsvorsteher Guido Pietereck und freut sich über die zahlreichen Besucher, die sich um das wärmende Feuer versammelt haben.

Für die Mitglieder der Wehr bedeutet das Traditionsfeuer viel Arbeit. Sonnabendvormittag waren die Kameraden im Ort unterwegs, um die abgeschmückten Bäume einzusammeln und auf dem Gelände zu einem knapp fünf Meter hohen Haufen aufzurichten. Denn Sicherheit ist auch in diesem Fall das erste Gebot. Deshalb ist für die Feuerwehrleute auch noch nicht Schluss, wenn das Knutfest endet und alle nach Hause gehen, sondern erst, wenn von dem übriggebliebenen Aschehaufen keine Gefahr mehr ausgeht. Das kann unter Umständen manchmal sogar bis in die frühen Morgenstunden dauern.

Doch das Hammer Knutfest ist noch in anderer Hinsicht etwas Besonderes: Seit neun Jahren wetteifern Kinder, Frauen und Männer um den Wanderpokal des Hammer Ortsvorstehers im Weihnachtsbaumweitwerfen. Eine Idee, die damals in glühweinseliger Runde geboren wurde, aber bis heute nichts an ihrem Unterhaltungswert eingebüßt hat, erinnert Pietereck an die Anfänge. Die Regeln sind übersichtlich, wie Schiedsrichter Achim Höhle erklärt: "Den Weihnachtsbaum nehmen und von der Startlinie möglichst weit wegwerfen." Dabei sei egal, ob er wie ein Speer geworfen oder geschleudert werde. Gemessen werde der Ort, an dem der Baum schließlich liegenbleibe. Unterschieden werde anhand der Größe der Wurfgeschosse nur in die Kategorien Kinder, Frauen und Männer.

Vor allem für die Kinder, die als erstes an den Start gingen, war der Wettkampf eine Gaudi. Derweil hatten die Eltern die Gelegenheit, sich mit einem Glühwein oder einer Bratwurst zu stärken und den Nachwuchs anzufeuern.

Mit Musik und Tanz und einem wehmütigen Blick in die übriggebliebenen Aschereste endete schließlich das Fest.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG