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Neuer Standort für Beauregarder Storchennest

Warten auf den Storch: die freiwilligen Helfer Dennis Domogalla, Kevin Roll und Ronny Gallert (v.l.) gemeinsam mit der kleinen Lena vor dem wiedererrichteten Turm in Beauregard.
Warten auf den Storch: die freiwilligen Helfer Dennis Domogalla, Kevin Roll und Ronny Gallert (v.l.) gemeinsam mit der kleinen Lena vor dem wiedererrichteten Turm in Beauregard. © Foto: Inga Dreyer
Inga Dreyer / 01.03.2015, 07:25 Uhr
Beauregard (MOZ) Jetzt fehlt nur noch ein Storch. Denn das Storchennest, das früher bei der Beauregarder Feuerwehr stand, hat ein paar Meter weiter einen neuen Standort gefunden. Ende Januar war der Turm bei einem starken Sturm umgefallen, berichtet Hans-Ulrich Kropp, der ehemalige Ortsvorsteher des Wriezener Ortsteils.

Der Beauregarder Udo Reichmuth hatte angeboten, den Turm auf seinem Grundstück neu zu errichten. Eine Gruppe junger Männer hat sich um den Aufbau gekümmert. Die beiden Nachbarn Kevin Roll und Ronny Gallert, die auf dem Grundstück wohnen, und ihr Freund Dennis Domogalla aus Wriezen haben letzte Woche schon gemeinsam ein tiefes Loch gegraben, in dem der ehemalige Schlauchturm der Feuerwehr 1,80 Meter tief versenkt wurde. Aufgestellt hat den Turm die edis AG in Kooperation mit der Firma Simon Ohm. Dies sei ihm Rahmen des Vogelschutzprogramms des Energie-Versorgers geschehen, berichtet Hans-Ulrich Kropp.

Um den Beton hingegen kümmert sich der Beauregarder Milchbauer Jordans, auf dessen Grundstück der Storchenturm stand, bis er vom Wind umgepustet wurde. 1,5 Kubikmeter Beton werden gebraucht, damit das zukünftige Nest fest verankert ist.

Schwierig ist es für die Werkelnden, den ehemaligen Schlauchturm gerade auszurichten, da er konisch geformt ist. Eine Wasserwaage hilft da nicht weiter. Ein paar kleine Veränderungen, lange und prüfende Blicke - dann aber vertrauen die Helfer auf die Kranfahrer, die das nötige Augenmaß besitzen.

Jetzt fehlt nur noch ein Storch. Eine neun Monate alte Tochter hat Ronny Gallert bereits. Doch wer weiß: Vielleicht sorgt der Adebar in direkter Nachbarschaft für noch mehr Nachwuchs im kleinen Beauregard.

In den letzten beiden Jahren hatten sich zwar Störche auf dem Turm niedergelassen, berichtet Hans-Ulrich Kropp. 2014 aber hätten die Tiere trotzdem Pech gehabt. Es gab zwar Nachwuchs, aber die Jungen seien aus dem Nest gestoßen worden. Bleibt zu hoffen, dass die neuen Bewohner des jetzt sturmfesten Beauregarder Storchenturms mehr Glück haben.

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