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Wissen, Geschick und Teamfähigkeit

Kein leichtes Unterfangen: Mit dem Tragetuch wurde ein Patiententransport nachgestellt. Möglichst wenig Wasser sollte dabei verschüttet werden.
Kein leichtes Unterfangen: Mit dem Tragetuch wurde ein Patiententransport nachgestellt. Möglichst wenig Wasser sollte dabei verschüttet werden. © Foto: MZV
Marco Winkler / 09.03.2015, 06:12 Uhr
Neuroofen (MOZ) An elf Stationen musste die Feuerwehrjugend aus dem Norden Oberhavels am Wochenende in Neuroofen Geschick, Teamfähigkeit und Kreativität beweisen. 140 Kinder und Jugendliche nahmen an der 14. Auflage der Stafette der Hilfsbereitschaft teil.

Alle fünf Minuten startete eine Gruppe auf dem Festplatz in Neuroofen. Mannschaften aus dem Granseer Amtsbereich, Zehdenick, Fürstenberger Ortsteilen, Liebenwalde und eine Gruppe des THW Gransee-Osterne stellten sich den spielerischen Herausforderungen. Um kurz nach neun Uhr ertönte das Startsignal.

Die Kreweliner Jugend steuerte gleich die Polizei-Station an. Gransees Revierpolizist Thomas Schröder hatte zuvor Verkehrsschilder aufgestellt. Diese mussten die Jugendlichen nun erklären. Ob Vorfahrtsschild oder Stoppschild - "Der Fuß muss runter von der Pedale", so Schröder - die Kreweliner kannten die Verkehrsregeln ziemlich gut. Doch muss ein Fahrradfahrer auf einem für ihn ausgeschilderten Weg radeln oder darf er auch auf der Straße fahren? Da kamen die jungen Kameraden etwas ins Straucheln. Thomas Schröder klärte auf: "Der Fahrradfahrer muss den Fahrradweg immer benutzen."

Thomas Schröder war neben Dutzenden von Betreuern einer der zahlreichen Helfer an diesem Tag. "DRK, Feuerwehrkameraden, THW und Polizei, sie alle unterstützen uns", sagte Hauptbrandmeister Uwe Valentin. Er leitet den Granseer Löschzug und ist stellvertretender Amtsbrandmeister "Die Amtsfeuerwehr hat den Tag zusammen mit der Jugendwehr ausgerichtet", sagte er. Die Veranstaltung habe inzwischen Tradition und stelle einen Jahreshöhepunkt im Veranstaltungskalender des Nachwuchses dar.

An vielen Stationen musste die Jugend feuerwehrspezifisches Wissen abrufen, allerdings oftmals spielerisch. "Es soll Freude machen", so Valentin. An einem Punkt des rund vier Kilometer langen Rundgangs musste zusammen mit dem DRK ein Patiententransport nachgestellt werden. Auf ein Tragetuch wurde eine Schüssel mit Wasser gelegt. Sechs junge Kameraden musste die Trage durch einen Slalom befördern, Wasser sollte dabei nicht viel verschüttet werden. Kein leichtes Unterfangen.

"Es geht heute darum, Spaß zu haben, aber durchaus mit etwas ernstem Hintergrund", klärte Ronny Schüler auf. Er ist Leiter der Schnelleinsatzeinheit Sanität (SEE-San) im DRK. Nicht nur die Gewandtheit der Jungen und Mädchen wurde dabei bewertet. "Ich gucke auch, wie sie sich als Gruppe geben, wie sie als Team zusammenarbeiten", so Schüler. Das sei ein wichtiger Aspekt der Übung.

Der Teamgeist schlug sich dann auch auf die Punktevergabe aus. Natürlich gab es eine Reihenfolge der Platzierung. Aber die spielte kaum eine Rolle. "Heute gibt es keine Verlierer", kündigte Uwe Valentin schon vor dem Startschuss an. "Ihr seid alle Gewinner", motivierte er die Jugendwehren.

Am Ende des Parcours gab es für alle Teilnehmer Medaillen. "Wir handhaben das seit der ersten Stafette so", erklärte Gransees Löschgruppenführer. Das Konzept habe sich bewährt. Kein Kind und kein Jugendlicher gehe als Loser nach Hause, alle können ihren Eltern stolz erzählen, dass sie die 14. Stafette der Hilfsbereitschaft im Team mit Bravour gemeistert haben.

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