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Ganz Storbeck ist belastetes Gebiet

Judith Melzer-Voigt / 24.03.2015, 19:39 Uhr
Storbeck (MZV) Eigentlich wollten die Storbecker nur etwas mehr Platz schaffen, auf dem Häuser errichtet werden können. Eine entsprechende Satzung dafür wurde bereits im Mai 2014 beschlossen. Doch damit war der Landkreis Ostprignitz-Ruppin nicht einverstanden. Er forderte, dass die Gemeinde Storbeck-Frankendorf nachbessert. Der Grund: Das gesamte Dorf muss als Gebiet gekennzeichnet werden, das mit Kampfmitteln belastet ist.

Bisher gab es eine solche Kennzeichnung noch nicht - obwohl die Belastung in Storbeck keinesfalls unbekannt ist. Aufgrund der Nähe zum ehemaligen Truppenübungsplatz wird das Gebiet so eingestuft. Darüber hinaus gibt es auch Altlasten der Roten Armee, erklärt Storbeck-Frankendorfs Bürgermeister Hans-Jürgen Berner.

Mit der Festschreibung des belasteten Gebietes nun in der neuen Satzung ändert sich für die Storbecker eigentlich nichts. Auch vorher waren sie laut Amtsdirektorin Susanne Dorn dazu verpflichtet, den Kampfmittelbeseitigungsdienst zu informieren, wenn sie beispielsweise bei Bauarbeiten verdächtige Gegenstände im Erdreich gefunden haben. Das gilt aber nicht nur für die Einwohner der Dorfes, sondern für alle, die eine solche Entdeckung machen. Nun wurde der Zustand lediglich in einer Satzung festgelegt, so dass es für diejenigen, die beispielsweise in Storbeck ein Haus bauen möchten, keine plötzlichen Überraschungen gibt. "Das ist eine Absicherung für Sie", erklärte Susanne Dorn den Abgeordneten während der Sitzung der Gemeindevertreter am Montagabend. "Sie haben das dann ausgewiesen, also kann nichts passieren."

Doch der Gemeindevertreter Alexander Dahlenburg wollte diesen Aussagen nicht trauen. "Das ist doch mit finanziellen Mehrbelastungen für die Bürger verbunden", meinte er. Dem widersprach die Amtsdirektorin auch nicht - allerdings träfe das auch derzeit schon zu. Werden potenzielle Kampfmittel gefunden, müssen Experten gerufen werden, die mitunter auch Geld kosten. Dahlenburg stimmte gegen die Änderung des Bebauungsplanes "Ländliches Wohnen in Storbeck". Die anderen Gemeindevertreter sprachen sich dafür aus.

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