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Neue Jugendkoordinatorin: Gunst der Stunde genutzt

Bleibt bei der Jugend am Ball: Vivien Genzow.
Bleibt bei der Jugend am Ball: Vivien Genzow. © Foto: Marco Winkler/OGA
Marco Winkler / 25.07.2017, 09:37 Uhr
Kremmen (win) Kremmens Jugend hat eine neue Ansprechpartnerin: Vivien Genzow. Sie übernimmt damit den Posten von Reimund Polzin. Die 23-Jährige hatte am 15. Juli ihren ersten Tag als Jugendkoordinatorin. "In erster Linie bin ich für die Jugendeinrichtungen in Kremmen, Beetz und Flatow sowie deren Vernetzung zuständig", sagt die jung Frau, die ihre Kindheit in Schönfließ und ihre Jugend in Hohen Neuendorf verbracht hat.

Ihr Büro hat sie im Kremmener Club, den sie aktuell leitet. Eine Doppelfunktion. "Zeitlich ist das schwer unter einen Hut zu bringen", weiß Angela Grapentin, die den Treff in Beetz leitet, aus Erfahrung. "Wünschenswert wäre eine eigene Leitung", fügt sie an. Vivien Genzow will sich auch für die Mitarbeiter in den Clubs stark machen. Doch erst einmal muss sie sich einleben, mit den Jugendlichen vertraut machen. Erfahrung bringt sie mit. Schon in der Schulzeit hat sie in Oberkrämer als Jugendbetreuerin gearbeitet. Während ihres Wirtschaftsabiturs am Georg-Mendheim-Oberstufenzentrum Oranienburg zog sie nach Velten, absolvierte im Anschluss eine Erzieherausbildung in Neuruppin. Mit 21 Jahren reiste sie als Au Pair in die USA. Doch sie hatte kein Glück mit ihrer Familie. Vivien Genzow war selbstständig und frei, die Familie sei engstirnig gewesen. "Es passte einfach nicht." Also kam sie zurück, arbeitet in einer bilingualen Kita in Berlin und bewarb sich auf die Stelle in Kremmen. "Ich habe die Gunst der Stunde genutzt", sagt sie.

Mit Bürgermeister Sebastian Busse (CDU) hat sie ihre von außen nicht sehr ansehnliche neue Arbeitsstätte schon besichtigt. Veränderungen stehen an. "Wir hatten schon Container hier und haben ordentlich entrümpelt, wollen alles moderner gestalten." Aber langsam, Schritt für Schritt. Je nach Finanzlage.

In den nächsten Monaten wird eine Wohnlandschaft den Club bereichern, neue Regale werden gekauft. Finanzielle Unterstützung für die Offene Jugendarbeit kommt vom Kreis: 3 000 Euro im Jahr für den Kremmener Club, für die Jugendzimmer je 600 Euro. Damit lasse sich arbeiten. 15 bis 20 Jugendliche zwischen zwölf und 19 Jahren besuchen den Club am Tag. Das Angebot? Vielfältig: Darts, Billard, Tischtennis. "Der Club soll eine Begegnungsstätte sein, jeder ist willkommen." Den Musikraum richten die Jugendlichen gerade selbst ein. "Sie haben ihn mit Akustikplatten gedämmt", erzählt Vivien Grenzow. Ein Werkraum animiert zur Holzarbeit. Eines gibt es nicht: Alkohol.

Neu ist, dass die Mitarbeiter der offenen Jugendarbeit sechs die Tage in der Woche beschäftigt sind. "Ferienzeit ist Boomzeit", so Vivien Genzow. Das Ferienlager in Neuendorf an der Plötze kommende Woche ist schon ausgebucht. Weitere Ausflüge: Kino, Wismar, Schwarzlicht-Golf, Übernachtung in Beetz.

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