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"Der Biss war wie ein Einschlag"

Mächtiges Tier: Der Wels hatte eine Länge von 1,90Meter. Roland Pilz brachte ihn nach 30Minuten Drill an Land.
Mächtiges Tier: Der Wels hatte eine Länge von 1,90Meter. Roland Pilz brachte ihn nach 30Minuten Drill an Land. © Foto: Privat
Annika Bischof / 01.07.2015, 07:43 Uhr
Radinkendorf (MOZ) Es war ein Fang, an den sich Roland Pilz aus Radinkendorf wohl noch lange erinnern wird. Vor knapp zwei Wochen an einem angenehmen Sommerabend gelingt dem 32-Jährigen der Fang eines Wels, der über 50 Kilogramm auf die Waage bringt und genau 1,90Meter lang ist. "Der Biss erfolgte wie ein Einschlag exakt 23.30Uhr", erzählt der Radinkendorfer. Rund 30Minuten dauerte der Drill an der Welsrute, um das Tier an Land zu ziehen. Dann war es geschafft und der Radinkendorfer konnte die Ausmaße seines Fangs in Augenschein nehmen.

Bislang hatte Roland Pilz vor allem auf Hecht geangelt. Diesen Raubfisch schätzt er vor allem wegen seiner schnellen und explosiven Art. Bis zu fünf Kilogramm schwere Hechte hat er bislang aus der Spree holen können. "Seit einem Jahr versuche ich mein Glück aber auch des Öfteren auf den Wels, da sich die Bestände in der Spree gut entwickelt haben", berichtet der 32-Jährige. Vor allem kleinere Welse hat er schon einige gefangen. Meist waren diese jedoch nicht länger als 70Zentimeter.

Der große Waller, dessen Alter er auf über 20Jahre schätzt, ist nun sein erster Fang mit diesen Ausmaßen. Er hatte ihn mit einer Unterwassermontage mit einem Köderfisch bestückt, anlocken können. "Als der Wels dann biss und ich den enormen Druck an der Rute spürte, dachte ich, hoffentlich hält die das aus", erzählt Roland Pilz. Sofort habe der Fisch 50Meter Schnur genommen, und das bei fast geschlossener Rollenbremse. "So etwas sieht man sonst nur auf den Videos im Internet, und jetzt ist mir das selbst passiert", schildert er seine ersten Gedanken während des Ereignisses. Als "unheimlich anstrengenden Kampf" beschreibt Roland Pilz den Drill mit dem mannsgroßen Tier, das er mit dem Wallergriff ans Land bugsierte. "Seelische und moralische Unterstützung erhielt ich von meinem Kumpel Georg Schröder", sagt der Angler, der an diesem Abend nicht allein unterwegs war. Verwerten wollte er das Tier am Ende jedoch nicht. Zu groß, zu schwer und vor allem zu alt war der Wels, sodass er ihn wieder in die Freiheit entließ.

Doch eines hat sich für den jungen Mann, der seitdem er ein Kind ist, gerne angelt, geändert. "Nach diesem Fang ist der Hecht jetzt nur noch auf Platz Zwei meiner Lieblingsfische."

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