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Lederkutten und "geile Mukke"

Erhard Herrmann / 11.08.2015, 11:28 Uhr
Gollwitz (MOZ) Im eigentlich beschaulichen Gollwitz gab es ordentlich was auf die Ohren. Viele hundert Biker sind der Einladung des Brandenburger Motorrad Clubs Seth Typhon gefolgt. In gewohnter Manier ging es am Freitagnachmittag mit der Anreise der Biker aus ganz Deutschland los. Nach dem Zeltaufbau wurden gleich die vielen alten Bekannten begrüßt. Es wird viel gesprochen von der "Brotherhood", die sie mit den Mitgliedern von den Brandenburger Seth Typhon verbindet. Diese Brüderschaft ist ihnen sehr viel Wert. "Im Motorradclub und bei einem solchen Treffen geht es darum Gleichgesinnte zu treffen", sagte "Branntkanne". Er ist seit über 10 Jahren Chef der Seth Typhon. Man ruft sich mit den Spitznamen.

Die eigentlichen Namen spielen keine Rolle und werden auch selten verraten. Die Biker besuchen sich bei den jeweiligen Treffen gegenseitig. Eigentlich eine eigene Welt. Erkennungsmerkmal - Motorräder mit besonderer Thematik oder Beleuchtung und Lederkutten. "Dieses Festival hat aber einen anderen Touch als übliche Bikertreffen. Wir wollten niemanden ausschließen, sondern alle zusammenbringen - Motorradclubs, Musikfans, Familien mit Kindern. Wir wollten für jede Zielgruppe etwas bieten", erklärte Branntkanne. Viel Sonne tagsüber und warme Nächte machten dann das Rock- und Bike-Weekend zu einem Super-Sommer-Fest. Beim Spaziergang über das Festivalgelände merkte man, was für die Biker an erster Stelle steht. Die blitze blank geputzten Harley Davidson, Honda Gold Wings oder Indians glänzten in der Sonne um die Wette.

Neben dem Fachsimpeln über technische Details an den Motorrädern und dem Erfahrungsaustausch über Motorradtouren aller Art war Feiern pur angesagt. Und was wäre ein Bikertreffen ohne die passende Musik? "Call me later", "Paternoster" und "Haudegen" sorgten dafür, dass bis spät in die Nacht gefeiert wurde. Offensichtlich hatte die Musik auch viele Nicht-Motorradfahrer aus der Umgebung angezogen, sodass ein ziemliches Gedränge vor der Biertheke herrschte und die Aktiven der Motorradfahrergemeinschaft alle Hände voll zu tun hatten, den Wünschen nach Essen und Getränken nachzukommen. Dankbar sind die Veranstalter den Gollwitzern, dass sie nicht "rummeckern", wenn die Biker das ganze Wochenende mit ihren dröhnenden Maschinen durch das Dorf fahren, sondern sie auch noch tatkräftig unterstützten und eine große Wiesenflächen für das Zeltlager zur Verfügung stellten. Schließlich wird es dann ja auch am Sonntagnachmittag, nachdem die Biker abgereist sind, in Gollwitz wieder beschaulich.

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