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Wer Jäger oder Angler ist, kennt kein Wetter

Gut vorbereitet: Frank Adelmann udn Ingrid Pirey.
Gut vorbereitet: Frank Adelmann udn Ingrid Pirey. © Foto: MZV/Bandoly
Inez Bandoly / 15.11.2015, 18:08 Uhr
Lentzke (mzv) Zum Bewirtschaften von Gewässern in der Region zählt der Kreisanglerverband Ruppin, der 1800 Mitglieder hat, auch das Hegefischen. Einige Mitglieder, unter ihnen der Vorsitzende Thomas Walter, trafen sich dazu am Sonnabend in Lentzke am Rhinkanal.

In dem Gewässer dort tummeln sich unter anderem Zander, Barsch, Wels und Hecht. Der Bestand der Raubfische sollte, wenn möglich, ein Stück weit reduziert werden, hieß es. Insgesamt neun Teilnehmer beteiligten sich an dem auch Spinn-angeln genannten Fischen. Der Begriff bezieht sich auf den sogenannten "Spinner", einen künstlichen Köder. Davon gibt es viele Arten wie Blinker, Twister oder Mepps. Sie bestehen aus verschiedensten Materialien. Frank Adelmann hatte in einer Schachtel eine große Auswahl dabei, darunter bunte Gummifische, die am Ende der Angelrute ins Wasser gehalten werden, um Hechte oder Barsche anzulocken.

Nach seiner kurzen Anweisung für die Gruppe verteilten sich die Leute mit einem "Petri Heil" auf den Lippen am Ufer auf einer Strecke von vier Kilometern. Ingrid Pirey aus Neuruppin - als einzige Frau bei der Veranstaltung - blieb mit ihrem Mann Heinz gleich vorne an der Brücke. Es wehte ein kalter Wind und er ließ in dem Kanal heftige Wellen schlagen. "Ich habe schon als Kind gerne geangelt", erklärte Pirey. Das kühle, feuchte Wetter mache ihr nichts aus: Wer Angler oder Jäger sei, klage darüber weniger als der in der Stube Müßiggang Treibende.

Drei Stunden harrten die Petrijünger am Ufer aus. "Die Ausbeute war nicht sehr hoch", sagte am Ende Frank Adelmann. Insgesamt fünf Hechte und gut 15Barsche wurden aus dem Wasser gefischt. Drei der Teilnehmer gingen sogar leer aus.

Einige der geangelten Fische, die das Mindestmaß von 45 Zentimetern unterschritten, kamen wieder ins Wasser. So will es die Vorschrift. Der magere Fang sei damit zu begründen, dass diese Strecke das ganze Jahr über beangelt werde, so Adelmann. Er fing zwei Barsche. Die Fische, die auf die Spinner hereingefallen und dadurch gefangen worden waren, landen im Suppentopf oder werden geräuchert.

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