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Giesensdorfer Senioren kommen seit 20 Jahren zusammen / Kinder sind zu besonderen Anlässen auch dabei

Treff der Generationen im Schloss

Schätzen das Treffen im Schloss Giesensdorf: Henny Lehmann und Waltraud Wilde (rechts) gehören zu einer achtköpfigen Seniorengruppe, die regelmäßig zusammenkommt, um gemeinsam zu plauschen, zu basteln oder Brettspiele zu spielen.
Schätzen das Treffen im Schloss Giesensdorf: Henny Lehmann und Waltraud Wilde (rechts) gehören zu einer achtköpfigen Seniorengruppe, die regelmäßig zusammenkommt, um gemeinsam zu plauschen, zu basteln oder Brettspiele zu spielen. © Foto: MOZ/Jörn Tornow
Annika Bischof / 09.12.2015, 18:46 Uhr
Giesensdorf (MOZ) Regelmäßig treffen sich im Giesensdorfer Schloss Seniorinnen, um gemeinsam Zeit zu verbringen und sich auszutauschen. Seit zwei Jahren kommen auch Kinder dazu, um mit den Älteren für die Feiertage im Jahr zu basteln. Doch die Zusammenkunft steht auf der Kippe.

Acht Kinder und acht Seniorinnen sind ins Schloss Giesensdorf gekommen, um in Vorweihnachtszeit Sterne zu kreieren. Zum gemeinschaftlichen Basteln hat an diesem Nachmittag Marianne Poetsch und Heike Thomas, Ortsvorsteherin von Giesensdorf/Wulfersdorf, eingeladen. "So lernen die Älteren auch mal die Kinder der beiden Dörfer kennen", sagt Heike Thomas und freut sich, dass die Idee auf beiden Seiten Interessenten gefunden hat.

Die Sterne können die Teilnehmer als Schmuck für den eigenen Weihnachtsbaum mit nach Hause nehmen. "Ich finde das cool", sagt die achtjährige Celina Schmidt, die neben ihrer Uroma Gretchen Schmidt sitzt und mit ihr fleißig Dreiecke faltet, die am Ende einen großen Stern ergeben. "Ich freue mich, dass ich hier zusammen mit meiner Urenkelin etwas gemeinsam machen kann", sagt die 91-Jährige. Sie ist die Älteste in der Damenrunde, die sich seit 20Jahren im Schloss trifft.

Die Idee dazu geht auf Sigrid Lehmann zurück. Sie war auch diejenige, die einst Fahrten in die nähere Umgebung organisierte. "Das waren zum Beispiel Tagesausflüge nach Beeskow oder in die Gläserne Molkerei", erzählt Marianne Poetsch, die derzeit versucht, die Fäden zusammenzuhalten, da die Initiatorin erkrankt ist. Doch das ist gar nicht so einfach. Der feste Kern ist auf acht Damen geschrumpft. Neuzugänge gibt es nicht, trotzdem es in beiden Orten weitaus mehr Senioren gibt. "Doch sie möchten nicht kommen", bedauert die 81-Jährige, die schon seit Anfang an dabei ist. Dabei gebe es neben einer Kaffeetafel, auch die Möglichkeit, sich mit Handarbeit oder beim Mensch-ärgere-dich-nicht Spiel mit einzubringen. "Mir gefällt es hier sehr gut", sagt die mit 56 Jahren Jüngste in der Runde, Dietgard Rauls. Sie hilft vor allem beim Vorbereiten und Aufräumen der Kaffeetafel. "Jeder hat seine Aufgaben", bestätigt Gretchen Schmidt und lächelt.

So ist es auch bei den Bastelveranstaltungen mit den Kindern. Während Heike Thomas erklärt, wie man die Kniffe für die Sterne hinbekommt, hilft der neunjährige Karsten Schütze seiner Tischnachbarin. "Mit meinem Stern bin ich schon fertig", sagt der Schüler, da helfe er gern den anderen. Die Zusammenkunft mit den Kindern kommt bei den Frauen an. "Auch zu Ostern haben wir schon gemeinsam gebastelt", erzählt Henny Lehmann, die seit acht Jahren zur Gruppe gehört. Auch sie bedauert, dass es in den vergangenen Jahren weniger bei den Treffen geworden sind. "Dabei ist das Zusammensein doch sehr schön", findet ihre Sitznachbarin Waltraud Will.

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