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Gnewikower warten auf Straßensanierung

Kaputte Straße: An dieses Schild haben sich die Gnewikower gewöhnt.
Kaputte Straße: An dieses Schild haben sich die Gnewikower gewöhnt. © Foto: MZV
Markus Kluge / 04.01.2016, 20:09 Uhr
Gnewikow (RA) Wenn es dieser Tage schneien sollte und Räumfahrzeuge fahren, kann Gnewikows Ortsvorsteher Olaf Matschoss nur hoffen, dass die Einsatzkräfte rechtzeitig das Schiebeschild anheben. Sonst drehen diese damit die Steine der Dorfstraße einmal komplett um. Wann die eigentlich sanierte Straße endlich repariert wird, ist noch immer offen.

Im vergangenen Winter waren die Fahrer der Räumfahrzeuge sogar darauf hingewiesen worden, dass sie in Gnewikow mehr zerstören als Gutes tun, wenn sie vergessen das Schild anzuheben. Ursache dafür ist, dass in der Dorfstraße, die Teil einer Kreisstraße ist, seit Langem die Pflastersteine locker sind. Wer dort entlangfährt, kann den Belag klappern hören. "Manchmal werden auch die Steine herausgeschleudert oder sie stellen sich hochkant hin", sagte Matschoss am Montag. Manche Anwohner würden sich dann als Straßenbauer betätigen und die Steine wieder an ihren Platz zurücklegen, damit auf der Fahrbahn nicht noch Schlimmeres passiert. Feuchtigkeit und Kälte tun dem Pflaster derzeit überhaupt nicht gut. Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, muss damit rechnen, dass ihn eine der breiten und tiefen Fugen zu Fall bringt, wenn ein Rad sich darin verklemmt, beschreibt Matschoss die Zustände. Auf Teilen der Dorfstraße ist aus Sicherheitsgründen sogar das Tempo auf zehn Kilometer pro Stunde beschränkt worden.

Für die Gnewikower entwickelt sich diese Straße zur unendlichen Geschichte. Vor etwa zehn Jahren war die Fahrbahn laut Matschoss erneuert worden. 2013 mussten die Bauarbeiter aber erneut ran. Weil fehlerhaftes Material verwendet worden war, hatte sich im Untergrund Wasser gesammelt wodurch die Fahrbahn selbst Wellen schlug. Und auch bei der sich anschließenden Sanierung lief nicht alles glatt, da es Probleme mit der Schottertragschicht gab. Wenige Monate nach dem Abschluss dieser Arbeiten fingen dann wieder die Steine an zu wackeln.

Was dafür die Ursache ist, weiß Matschoss nicht. "Dafür bin ich kein Experte", sagte er. Ob Mängel am Bau oder ob nach dem Verlegen der Gasleitung die Straße nicht wieder richtig in Ordnung gebracht wurde - alles ist möglich.

Der Landkreis hat aber schon einen Schuldigen für die Misere im Blick, der nach Möglichkeit nach einem Rechtsstreit für die Reparaturkosten aufkommen soll. Wer beziehungsweise welche Firma das ist, wollte Kreissprecherin Britta Avantario am Montag nicht sagen. Nur so viel: Die Behörde strebt bereits ein Beweissicherungsverfahren an, bei dem ein Gutachten zum Ausbau und zu Schäden erstellt wird. Dieses Papier hat dann auch vor dem Richter Bestand. "Ein solches Verfahren haben wir bei Gericht beantragt", so Avantario. Bevor dieses Gutachten nicht genehmigt und erstellt ist, darf der Landkreis an der desolaten Straße aber nichts verändern.

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