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Gemeinde Oderaue beschließt unverzügliche Fällungen Richtung Zäckericker Loose

Knapp 90 Baumweiden müssen weichen

Straßenschäden: Die Gemeinde sieht die Bäume entlang der K 6412 als Verursacher. Jetzt sollen sie gefällt werden.
Straßenschäden: Die Gemeinde sieht die Bäume entlang der K 6412 als Verursacher. Jetzt sollen sie gefällt werden. © Foto: moz
Mandy Timm / 24.02.2016, 05:10 Uhr
Zäckericker Loose (MOZ) Gerade bekamen sie noch einen Winterschnitt, nun sollen die Baumweiden und Hybridpappeln fallen, die entlang der K 6412 zwischen Neurüdnitz-Bahnhof und dem Ortseingang Zäckericker Loose wachsen. Das haben die Gemeindevertreter von Oderaue während ihrer jüngsten Beratung am Dienstagabend einstimmig beschlossen. Die Fällungen, die unverzüglich noch in dieser Vegetationsperiode erfolgen sollen, als Termin nannte der Baumgutachter des Amtes Barnim-Oderbruch Steffen Fahl den 15. März, wird die Neurüdnitzer Feuerwehr vornehmen, wie Bürgermeister Bodo Schröder während der Sitzung ankündigte. "Sie haben im Gegenzug Interesse am Holz bekundet", informierte er auf Nachfrage von Gastronom Mirko Zimmermann weiter.

Insgesamt sollen 89 Baumweiden und acht Hybridpappeln weichen. Hintergrund der Fällungen sind die enormen Asphaltschäden entlang der Straße. Die Bäume sollen eine Ursache für das Absacken der Straße und die tiefen Risse im Belag sein. "Zudem sind die Weiden sehr brüchig und pflegeintensiv", wie Steffen Fahl in seiner Begutachtung schrieb. Da es sich bei den Fällungen um einen Eingriff in Natur und Landschaft handelt, die nach dem Bundesnaturschutzgesetz ausgeglichen werden müssen, ist bereits ein sogenannter Ausgleichsschlüssel erstellt worden. Demnach werden für vier fallende Baumweiden kleinwüchsige und weniger wasserbedürftige Mehlbeeren, Berberitzen, Ebereschen sowie Schneebälle als Ersatz gepflanzt. Die Pappeln sollen im Verhältnis 1:1 mit Stieleichen ersetzt werden. Wo genau die Pflanzungen erfolgen werden, steht noch nicht fest. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 6200 Euro. Das Geld soll in den Haushalt 2017 eingeplant werden.

Einen Großteil der Bäume, die in dem Teil des Oderbruchs gedeihen, hatte nach dem Oderhochwasser 1997 der Baumschutzgutachter und Naturschützer Gerald Schrödl angepflanzt. Er soll anlässlich der 250. Jahrfeier der Trockenlegung veranlasst haben, 250 Bäume zu pflanzen. Unter anderem zählen wohl die Bäume dazu, die nun gefällt werden.

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