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Saisoneröffnung der Automodell-Sportler / Viertägiger Treff auf Strecke in Müllerbergen

Rennsieg schon für Achtjährigen

Reimund Krüger / 11.05.2016, 20:15 Uhr
Blumenhagen (MOZ) Der Modellclub Schwedt hat am Vatertagswochenende die Modellauto-Saison in der heimischen RC Arena in Blumenhagen eröffnet. 65 Sportler und ihre Helfer waren der Einladung gefolgt, unter ihnen Piloten aus Hamburg, Berlin, Uelzen, Braunschweig, Uetersen sowie aus dem befreundeten Club SMK Stettin.

Getreu des Vereinsslogans "Im Osten geht die Sonne auf" konnten sich die Minicar-Flitzer vier Tage lang bei tollem Sommerwetter so richtig ins Zeug legen bei einem Workshop, mehreren Trainings sowie den erwartet spannenden Qualifikations- und Finalläufen. Auf der vom Team des MC Schwedt bestens präparierten Rennstrecke wurde Automodellsport vom Feinsten geboten. Die schwierigen Vierer- und Fünfer-Sprungkombinationen sowie die zahlreichen Kurven und wechselnden Untergründe verlangten den Piloten wieder alles ab. Hinzu kamen 25 bis 28 Grad und wenig Luftfeuchtigkeit, die von Fahrern und Technikern gleichermaßen ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen erforderten.

Ein Finale geht über 30 Minuten und die im Tank befindlichen 125 ml reichen bei normalem Wetter für rund neun Minuten, nicht aber bei solch hohen Außentemperaturen. Wann also einen Boxenstop einlegen und nachtanken? So manche Crew entschied hier falsch und bezahlte dies mit Motorausfall.

Die Klasse OR8 (Nitroverbrenner) war traditionell am stärksten besetzt und bot auf Grund des echten Motorensounds richtige Autorenn-Atmosphäre. Die Kilic-Brüder aus Hamburg - mit ihren 10 und 12 Jahren beherrschen sie die Klasse im Norden und Osten und sind bundesweit auf Finalrängen zu Hause - belegten in der Qualifikation die Plätze 1 und 2. Hochkonzentriert hielt jedoch Lokalmatador Zico Scherel in seinem ersten Rennen mit dem neuen Agama- Modell dagegen. Letztlich wurde er im Finale hochverdient Zweiter hinter Burak Kilic und vor Nicolai Oswald (ebenfalls Hamburg).

Ein sehr starkes Fahrerfeld gab es auch in der Klasse ORE8 (Elektroantrieb), sodass in Vorläufen und Finals um jeden Meter und jede Sekunde gekämpft wurde. Schließlich siegte hier der erst achtjährige Ilias Reise aus Hamburg vor dem Stettiner Jarek Poniatowski. In der Klasse Truggy ORT (Nitroverbrenner) bestimmten ebenfalls viele Überholmanöver und Zweikämpfe den Endlauf. Am Ende gewann der Hamburger Abdullah Kilic vor zwei Fahrern aus Bad Uelzen.

Eine schöne Geste des Veranstalters ist immer die Auszeichnung der und des besten Jugendlichen, die nicht das Finale erreicht haben. Dank großen Einsatzes und durchaus vorhandenem fahrerischen Können konnte die kleine Jessica Müller vom gastgebenden MC Schwedt den Preis entgegennehmen.

Fazit: Es war die zweite Vatertagsveranstaltung des MC Schwedt, die es in dieser Form deutschlandweit nicht noch einmal gibt. Alle Teilnehmer sprachen sich dafür aus, daraus eine Tradition zu machen und sagten bereits ihr Kommen für 2017 zu.

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