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30000 Euro Schaden nach Bränden

Wahrscheinlich Absicht: Beim ersten Feuer am vergangenen Sonnabend vermuteten die Einsatzkräfte nur, dass ein Holzstapel entzündet worden war und das Bodenfeuer verursacht hatte, am Dienstag waren die Baumstämme als Ursache deutlich zu erkennen
Wahrscheinlich Absicht: Beim ersten Feuer am vergangenen Sonnabend vermuteten die Einsatzkräfte nur, dass ein Holzstapel entzündet worden war und das Bodenfeuer verursacht hatte, am Dienstag waren die Baumstämme als Ursache deutlich zu erkennen © Foto: Feuerwehr Neuzelle
Caroline Reul / 12.05.2016, 21:09 Uhr
Treppeln (MOZ) Zwei Brände im Wald nahe Treppeln veranlassen die Polizei wegen Brandstiftung zu ermitteln. Einzige Geschädigte ist die Stiftung Stift Neuzelle, die Eigentümerin der Waldflächen ist. Dank dem engagierten Einsatz der Feuerwehr konnte der Schaden aber begrenzt werden und ist wirtschaftlich zu verkraften.

Nachdem es innerhalb weniger Tage gleich zweimal zu Bränden im Wald an der Förstereistraße in Treppeln, nahe der alten Försterei, gekommen ist, geht die Polizei von Brandstiftung aus. Die Ermittlungen dauern an, mehr konnte die Polizeidirektion Ost bisher noch nicht mitteilen. Bereits beim ersten Brand am Sonnabend, der kurz nach 14 Uhr gemeldet worden war, vermuteten die Einsatzkräfte, dass jemand einen Holzstapel entzündet hatte.

Der Brand hatte sich aber schnell auf den Wald ausgebreitet, sodass zwischen einem und zwei Hektar Wald den Flammen zum Opfer fielen, wie Norbert Kannowksy, Geschäftsführer der Stiftung Stift Neuzelle, mitteilte. Die Stiftung Stift Neuzelle ist die Eigentümerin der betroffenen Waldflächen und damit die Geschädigte.

Die Freiwilligen Feuerwehren, die nicht nur aus dem Amt Neuzelle, sondern auch aus dem Schlaubetal und aus Eisenhüttenstadt ausgerückt waren, konnten ein Übergreifen auf andere Waldgebiete verhindert. Insgesamt waren 67 Feuerwehrleute im Einsatz. Von drei Seiten aus bekämpften sie die Flammen mit mehren Strahlrohren, das benötigte Löschwasser wurde von mehreren Tanklöschfahrzeugen im Pendelverkehr vom benachbarten Klautzkesee geholt, heißt es im Einsatzbericht auf der Internetseite der Freiwilligen Feuerwehr Neuzelle. Nach etwa drei Stunden war der Einsatz beendet.

Deutlich mehr zu kämpfen hatten die Feuerwehrleute mit dem Brand am Dienstag. Gegen halb vier waren die Feuerwehren des Amtes Neuzelle zu einem Waldbrand gerufen - wieder im Stiftungswald nahe Treppeln. "Die Herausforderung lag hier nicht in der territorialen Ausdehnung des Brandes, sondern in der Masse", erläuterte Neuzelles Amtsbrandmeister David Schulz am Donnerstag. Es brannten mehrere Holzpolter von 450 bis 500 Raummetern. Sie hatten laut Angaben des Amtsbrandmeisters eine Ausdehnung von 40x3x3 beziehungsweise 15x3x3 Metern.

Um ein Übergreifen der Flammen auf den Wald zu verhindern, riegelten die Einsatzkräfte das Areal zunächst ab und ließen die Holzstapel dann kontrolliert abbrennen - Löschen war nicht möglich.

Wieder musste Unterstützung aus den umliegenden Ämtern und aus Eisenhüttenstadt angefordert werden. Zudem waren Feuerwehren aus Beeskow und aus Friedland im Einsatz - insgesamt 133 Einsatzkräfte. Die Löscharbeiten dauerten diesmal die ganze Nacht an und endeten erst in den Morgenstunden des Mittwochs. "Die Einsatzkräfte haben wirklich hervorragende Arbeit geleistet", sagte Norbert Kannowsky. Ein besonderes Lob richtete er an den Einsatzleiter Sieghardt Minschke, der die Aufgabe mit viel Besonnenheit angegangen sei und die Einsatzkräfte gut gemanagt habe.

Insgesamt ist der Stiftung Stift Neuzelle ein Schaden von 30000 Euro entstanden. "Das betrifft einerseits das Holz, das bereits verkauft war, andererseits die Schäden im Wald", erklärte Norbert Kannowksy. Über eine Waldbrandversicherung verfügt die Stiftung nicht. Meist seien Brände dieser Art schnell gelöscht und beträfen nicht mehr als ein bis zwei Hektar. Damit halte sich der wirtschaftliche Schaden in Grenzen. Dennoch weist der Geschäftsführer daraufhin, dass es sich bei der mutmaßlichen Brandstiftung um ein schweres Delikt handelt und er hofft, dass die Polizei durch Spurensuche und mögliche Hinweise den Täter findet. Bis dahin werden die übrigen Holzpolter mehr bestreift - die Mitarbeiter werden im Wald mehr Präsenz zeigen.

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