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Etziner Feuerwehrgebäude brennt

Über historische und moderne Einsatztechnik gleichermaßen verfügt die Etziner Ortsfeuerwehr.
Über historische und moderne Einsatztechnik gleichermaßen verfügt die Etziner Ortsfeuerwehr. © Foto: Balzer
Wolfgang Balzer / 28.05.2016, 15:00 Uhr
Etzin (MOZ) Was für ein Feuerball entsteht, wenn fälschlicherweise versucht wird, brennendes Fett mit Wasser zu löschen, was explodierende ganz normale im Haushalt übliche Spraydosen anrichten und mit welcher Wucht mit Mehl vermischter Staub explodieren kann, alles das werden die Kameraden der nun bereits 90 Jahre bestehenden Etziner Feuerwehr am 4. Juni als Gastgeber des 5. Ketziner Stadtfeuerwehrtages in der Sandschelle den Besuchern vorführen. Was in der Praxis hoffentlich nie passiert.

Nach der Eröffnung durch Bürgermeister Bernd Lück und Fischerkönigin Sofie Reinschlüssel wird gegen 13 Uhr dicker Rauch aus dem daneben stehenden Feuerwehrgebäude dringen. Löschfahrzeuge rücken mit Sondersignalen an, Kameraden der Feuerwehren legen Atemschutzausrüstung an, fahren die Drehleiter aus und beginnen mit dem Löschen und auch mit der Rettung von Personen. Sicher spannend auch für den Nachwuchs der städtischen Feuerwehren. Die Paretzer Löschbande von der dortigen Kita, "Grisu", die Arbeitsgemeinschaft Brandschutzerziehung der Europaschule, und die Jugendfeuerwehren der Stadt und aus den Ortsteilen sind dabei und beginnen um 14 Uhr ihren Wettkampf "Löschangriff nass". "Es werden etwa 75 Kinder teilnehmen", sagte die Etziner Jugendwartin Stefanie Kuschereitz und erwähnte so ganz nebenbei, dass die Feuerwehr am Nachmittag zum Schlemmen an das Kuchenbüfett einlädt. Und das ist in dem kleinen Ort für die Qualität und Vielfalt weithin bekannt. Inzwischen wird so gegen 17 Uhr im hinteren Teil der Sandschelle ein Haus aus Holzpaletten in Brand geraten sein. Das Löschen sei dann eine Aufgabe für die Jugendfeuerwehren, meinte Ortswehrführer Michael Baruth.

Die Falkenrehder Feuerwehr ist für ihre Vielseitigkeit bekannt. Zum Stadtfeuerwehrtag schickt siedie Tanzgruppe ihrer Jugendfeuerwehr, die um 17.30 Uhr mit einer eigenen Choreographie in Etzin auftreten wird. Gute Leistungen sollen belohnt werden. Um 17.45 ist Siegerehrung für den Löschangriff des Nachwuchses. Zu alledem wird natürlich die Löschtechnik des Orts präsent sein. Darunter die museale Handdruckspritze, Baujahr 1925 und mit einer Förderleistung von 200 Liter Wasser pro Minute. Sie wurde von den Etziner Kameraden restauriert und ist einsatzfähig. Sie ist damit sogar ein Jahr älter als die Etziner Wehr selbst. Die ist wahrscheinlich im Jahre 1926 gegründet worden, denn 1936 wurden die Feuerwehrmänner Gerhard Herm und Alwin Lohnemann sowie Brandmeister Robert Pohl mit der Ehrenurkunde für zehnjährige Mitgliedschaft geehrt. Genauer ist es nicht bekannt. Nicht mit der Handdruckspritze aber mit einem Mannschaftstransporter und einem Tanklöschfahrzeug mit 2200 Liter Wasser und diverser Einsatztechnik an Bord können die aktiven heutzutage zum Einsatz ausrücken.

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