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Seit 2001 allerhand erreicht

Vereinsvorstand vor der Kirche: Gerhard Schulz, Brigitte Schulze, Anneliese Lips, Andrea Glöde, Vizechefin Kathrin Böck, Vorsitzende Gerda Völz und Manfred Dosdall (von links)
Vereinsvorstand vor der Kirche: Gerhard Schulz, Brigitte Schulze, Anneliese Lips, Andrea Glöde, Vizechefin Kathrin Böck, Vorsitzende Gerda Völz und Manfred Dosdall (von links) © Foto: Thomas Berger
Thomas Berger / 08.06.2016, 06:00 Uhr
Dahmsdorf (MOZ) Vor 15 Jahren wurde der Förderverein Kirche Dahmsdorf aus der Taufe gehoben. Seither hat sich um den Erhalt und die kulturelle Belebung des Bauwerks vieles getan, wurde jetzt bei der Jubiläumsfeier gewürdigt.

18 Mitglieder waren es bei der Gründung 2001, 33 sind es momentan - schon diese faktische Verdoppelung der Zahl an direkten Mitstreitern spricht für sich. Münchebergs Ortsvorsteher Reinhold Roth (SPD), zum Festakt ebenso wie Bürgermeisterin Uta Barkusky (Linke) unter den Rednern und Ehrengästen, gehörte damals selbst zur Gründergeneration des Vereins. Und beide wissen stellvertretend für die gesamte Kommunalpolitik zu schätzen, was in den anderthalb Jahrzehnten mit viel Einsatz, aber auch einer gehörigen Portion an Ausdauer, Hartnäckigkeit und Motivationskraft für das Mitziehen anderer auf den Weg gebracht wurde.

Vereinsvorsitzende Gerda Völz, die zudem Grüße des terminlich verhinderten Superintendenten Frank Schürer-Behrmann übermittelte sowie dessen Amtsvorgänger Eckhard Fichtmüller und andere Ehrengäste aus dem kirchlichen Bereich in der Runde begrüßte, erinnerte in ihrer Rede an die Anfänge zur Jahrtausendwende mit einer Gemeinschaftsinitiative des damaligen Pfarrers, Ortsbürgermeisters und des Architekten, frühere bauliche Versäumnisse zu beheben: "Wenn sich dem niemand angenommen hätte, irgendwann wäre die Kirche nicht mehr benutzbar gewesen." Erwähnt wurde auch bald nach der Vereinsgründung im März 2001 die "Starthilfe" des Förderkreises Alte Kirchen Berlin-Brandenburg, dessen Regionalbeauftragter Uwe Donath ebenfalls zur Feier erschienen war, in Höhe von 2500 Euro. Unablässig sammelten die Mitglieder überdies Spenden, bis heute oft unter aktiver Einbeziehung der ganzen Familie.

1000 Gäste hatte es 2003 zur 750-Jahr-Feier des Dorfes gegeben. Zwar war zu jener Zeit zur Erleichterung der Beteiligten klar, dass das Dach noch intakt ist, wohl aber bereitete die Decke im Kirchenschiff Sorgen, von der schon Teile herabfielen. Ihre Sanierung, getragen primär über das Kirchliche Bauamt, war der erste große Abschnitt an Bauarbeiten - und fraß auch den ersten Betrag an Spenden auf. Weitere Jahre gingen ins Land, bis 2010 endlich der größte Brocken in Angriff genommen werden konnte: die Sanierung des Kirchturms über drei Bauabschnitte. Möglich wurde dies mit Bewilligung eines Projektes über das Regionalförderprogramm Leader mit dem Titel "Kunst und Kultur in der Dahmsdorfer Kirche". Bereits im März 2011, für das zehnjährige Vereinsjubiläum und ein weiteres Konzert, war die Kirche wieder nutzbar. Und Gerda Völz ließ in diesem Zusammenhang ihre Vorgängerin an der Vereinsspitze nicht unerwähnt. Rita Schwarz hatte bis dahin viele der Aktivitäten koordiniert.

Erwähnung fanden zudem viele Kleinmaßnahmen. Helmut Lips wurde für die Baumbank gedankt, die jetzt eine schattige Sitzgelegenheit im Grünen bietet, Vereins-Vizechefin Kathrin Böck für die Idee mit dem antiquarischen Bücherwagen, andere für Hilfe bei der Sanierung der Feldsteinmauer. Im Visier für die nächste Zeit seien nun u. a. Heizung und Wasseranschluss.

Derzeit zeigt in der "Galerie" Christel Rietz ihre Naturfotos, zum nächstes Konzert kommen am 16. Juli die Wolgakosaken.

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