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Regiomat spendet rund um die Uhr Wurst

So einfach funktioniert der Regiomat: Landes- und Kreisbauernvorsitzende Henrik Wendorff (l.) probiert selber den Automat aus.
So einfach funktioniert der Regiomat: Landes- und Kreisbauernvorsitzende Henrik Wendorff (l.) probiert selber den Automat aus. © Foto: MOZ
Steffen Göttmann / 27.06.2016, 06:22 Uhr
Höhenland (MOZ) Mit einem Frühstück hat die Agrargenossenschaft Höhe in Steinbeck am Sonnabend neben ihrer Milchtankstelle ihren Regiomat eröffnet, der die Kunden rund um die Uhr mit landwirtschaftlichen Produkten versorgt. Damit läutete der Betrieb gleichzeitig das Dorffest ein.

Bratwurst und Rindersalami zog Jörg Höfener aus Rehfelde aus dem Regiomat, der in einer Blockhütte neben der Milchtankstelle steht. Der Rehfelder gehörte zu den ersten Kunden, die am Sonnabend das neue Angebot der Agrargenossenschaft Höhe in Steinbeck ausprobieren wollten. "Unser Ziel ist es, landwirtschaftliche Produkte aus der Region bekannter zu machen und in Kontakt zu den Kunden zu kommen, sagte Nicole Winkelmann, Vorstandsmitglied des Betriebs.

Bratwurst aus Hohenfinow, Fleisch und Wurst aus Bliesdorf, Honig aus Haselberg, Eier aus Wriezen - der Regiomat wirft rund um die Uhr landwirtschaftliche Produkte aus der Region aus. "Wer am Sonntag Lust auf Grillen verspürt, aber weder Wurst noch Steaks Zuhause hat, kann zu uns kommen", sagte Nicole Winkelmann Bares, Scheine und Münzgeld nehmen der Automat an, gebe aber nur Münzen wieder heraus.

"Das ist vom Grundsatz her eine gute Sache. Der Regiomat ist ein Mitarbeiter, der nicht krank werden kann und keinen Urlaub nimmt ", sagte Henrik Wendorff, Präsident des Landes- und Vorsitzender des Kreisbauernverbandes, lachend. Ob sich diese Form der Direktvermarktung auch für andere Betriebe lohnt, werde sich zeigen. Das System müsse langsam wachsen und angenommen werden. "Wir sind eine strukturschwache Region, es kann daher nicht jeder Betrieb umsetzen", sagte Wendorff. Dass sich in Steinbeck Milchtankstelle und Regiomat rechnen könne, liege nicht zuletzt an der nahe gelegenen B 158. Er hoffe, dass sich das Angebot rentiert und diese Vermarktungsschiene lange erhalten bleibt, sagte Wendorff. Für Nicole Winkelmann ist es der Versuch, Milch direkt von der Kuh zu vermarkten. Dies könne auch mit dem Vorurteil ausräumen, dass Milch nach Silage schmecke, stimmte der Landesbauernchef zu. Bei einem Betrieb mit mehr als 500 Kühen sei diese Form der Direktvermarktung nicht die Lösung, aber Bestandteil der Lösung.

Keine Lösung sei indes beim Milchpreis zu erwarten. Irgendwann werde auch wieder das Magermilchpulver auf den Markt kommen, das man produzieren ließ, um ihn zu entlasten. Mit einer leichten Erhöhung sei vor dem Herbst nicht zu rechnen, sagte Wendoff. Pures Gerede sei, der Milchpreis bleibe auf niedrigem Niveau stabil.

Viele Gäste waren trotz der Hitze ins Zelt neben der Blockhütte gekommen, wo Regina Helbig, ebenfalls Vorstandsmitglied der Agrargenossenschaft, Kostproben aus dem Automat reichte, indem sie Brötchen mit dem gewünschten Belag verkaufte Wer wollte, konnte anschließend nach Leuenberg fahren, um das Dorffest zu feiern.

Ortsvorsteherin Jenny Müller, die mit den Gemeindevertretern Regina Helbig und Lothar Kwapinski die Fäden der Organisation in den Händen hielt, eröffnete das Fest gegen 14 Uhr und hieß die Jagdhornbläser willkommen, die die Gäste begrüßten. Nach dieser Einstimmung gab der Naturkindergarten "Eichhörnchen" ein Programm. Mit Tänzen erfreute die Sportgruppe der Montagsfrauen die Gäste im Festzelt. Ein "Helga-Hannemann"- Double setzte den glamourösen Schlusspunkt des Programms.

Das Dorffest hatte schon am Freitagnachmittag mit einem Volleyball- und Tischtennis-Turnier begonnen. "Cheerleaders vom SV Jahn Bad Freienwalde gaben uns eine Kostprobe ihre Könnens", berichtete Jenny Müller. Beim Volleyball siegten die Lobby-Volley-Stars vor den Hobbits, den Analytigenern und der Feuerwehr Leuenberg/Freudenberg.

"Wir bedanken uns bei allen Sponsoren", sagte Jenny Müller. Den Abend bestritt ein DJ. Das Ende des Programms markierte eine Feuershow.

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