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Süße Früchtchen, Dirndl und Strohpuppen

Die jüngsten Etziner gestalteten mit den Erzieherinnen und Eltern ihren attraktiven Erntewagen.
Die jüngsten Etziner gestalteten mit den Erzieherinnen und Eltern ihren attraktiven Erntewagen. © Foto: Balzer
Wolfgang Balzer / 13.09.2016, 17:27 Uhr
Etzin (MOZ) Trotz lähmender Mittagshitze erwarteten am vergangenen Wochenende wieder mehrere hundert Zuschauer den alljährlichen Etziner Höhepunkt des Jahres, den bunten Ernteumzug von einem Dorfende zum anderen und vorbei an den mehr als 40 originell und oft mit flotten Sprüchen versehenen Strohpuppengruppen. Dabei steht auch immer die Frage im Raum, welches Gefährt wird als das am fantasievollsten und originellsten gestaltete von der Jury ausgewählt und prämiiert.

Angesichts der mit allem, was Felder und Gärten in diesen Tagen so hergeben, und zusätzlich noch bunt geschmückten Gefährte und den originell kostümierten Etzinern eine fast unlösbare Aufgabe. "Wir sind eben variabel", scherzte Regina Liehmann von der 14-köpfigen Gruppe der Etziner Landfrauen in ihrem feschen Dirndl. "In diesem Jahr machen wir eben Etziner Oktoberfest im September", ergänzte Sigrid Liehmann beim Siegerfoto vor ihrem Erntewagen, den auch in diesem Jahr eine sorgfältig und traditionell gebundene Erntekrone aus Roggen-, Hafer-, Weizen- und Gerstenähren zierte. Bereits im Juli werden die besten Ähren gesammelt und an mehreren Abenden dann kunstvoll gebunden. An die 100 Arbeitsstunden, so schätzten die Frauen, bedarf es dafür. Da ist dann auch immer die Männergruppe um Achim Braune stolz, den Traktor herzurichten und mit den ideenreichen Landfrauen im Ort zu präsentieren.

Allerdings haben sie ernste Konkurrenz. Da sind auch alljährlich die "süßen Früchtchen" der Kita Zwergenland auf ihrem mit viel Liebe geschmückten Erntewagen und all die anderen rund 20 erntemäßig dekorierten Gefährte, von der selbst restaurierten Handdruckspritze der Feuerwehr von 1925 mit einer Leistung von immerhin 200 Liter Wasser in der Minute, dem tuckernden 3 PS-Traktor für den Garten bis zum neun Tonnen schweren "Fendt" mit seinen 330 PS. Stolz winkte erstmalig eine Gruppe junger Etziner in ihren schwarzen Shirts mit der Aufschrift "Jugendfeuerwehr Etzin" von ihrem Wagen. An zwei Tage hätten sie das Gefährt selbst geschmückt, erzählte "Muddi", wie Jugendwartin Stefanie Kuschereitz von den jungen Brandschüzern achtungsvoll genannt wird. Allerdings ist der Ernteumzug nur der Höhepunkt des zweitägigen Erntefestes, wie Ortsvorsteherin Nicole Fritz stolz betonte. Bereits am Vorabend gab's den Fackelzug für die Jüngsten und in der gleichfalls bunt geschmückten Mehrzweckhalle die Ernteparty.

Am Sonnabend erwartete die Gäste ein preisverdächtiges Kuchenbüfett, das die Etziner Frauen mit genau 36 eigenen Kreationen für ihre Dorfgemeinschaft und die vielen Gäste bestückt hatten. Streichelzoo, Kinderschminken, Hüpfburg sorgten für den Spaß der Jüngsten. So war die Ortsvorsteherin des Lobes voll für das Engagement der Etziner für ihr eigenes Fest und wollte ausdrücklich auch den Sponsoren danken, die noch fehlenden Euros beisteuerten.

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