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Schuss verletzt kleinen Hund schwer

Ganz gut überstanden: Beim Tierarzt wurde Rambo das Projektil aus dem Körper entfernt.
Ganz gut überstanden: Beim Tierarzt wurde Rambo das Projektil aus dem Körper entfernt. © Foto: MZV
Judith Melzer-Voigt / 27.09.2016, 18:03 Uhr
Lobeofsund (MZV) Der Schreck war riesengroß: Der zweijährige Hund Rambo spazierte am Freitagnachmittag durch Lobeofsund. Plötzlich schlug er eine Rolle, jaulte erbärmlich und blieb liegen. Ein Schuss hatte das Tier getroffen. Die Besitzerin hat nun Anzeige erstattet.

Beatrix Opatz-Köhler aus Lobeofsund liebt ihre drei Hunde, und sie fühlt sich in ihrem Heimatort sehr wohl. "Wir haben hier zwei Grundstücke - ein bewohntes und einen Garten", erklärt sie. Der Sohn der Familie, der sonst auswärts arbeitet, war am vergangenen Freitag zu Hause. Er hatte sich vorgenommen, das Außengelände dieser Areale zu mähen. "Und Rambo ging einfach mit", so Opatz-Köhler. Es komme schon mal vor, dass der kleine Havaneser-Malteser-Mischling streunern geht. "Aber er tut niemandem etwas", so die Besitzerin.

Auch am Freitag packte Rambo die Abenteuerlust. Er sei über die Straße gelaufen, nicht aber aufs gegenüberliegende Grundstück. Mit der Familie, die dort lebt, versteht sich Beatrix Opatz-Köhler eigentlich gut. Bisher gab es nie Probleme. Doch das änderte sich schlagartig, als plötzlich Rambo umfiel und blutete. Ihr Sohn rannte sofort zum Hund und sah ein Einschussloch in seinem Bauch.

Der Sohn der Nachbarsfamilie sei aus der Scheune gekommen, erklärt Opatz-Köhler. Weit und breit sei niemand anders zu sehen gewesen. "Wir wussten, wer es war", sagt die Lobeofsunderin. Daher wurde gar nicht sofort die Polizei gerufen: Rambos Besitzerin wollte erst einmal den Hund außer Lebensgefahr wissen. "Wir sind gleich zum Tierarzt nach Nauen gefahren", erinnert sie sich. Dort wurde aus der Vermutung Gewissheit: Auf Rambo wurde geschossen. Sogar das Projektil konnte die Familie mit nach Hause nehmen, als Beweisstück. Damit ging sie dann zur Polizei und erstattete Anzeige.

Dem kleinen Hund geht es mittlerweile wieder etwas besser. "Er hat aber noch mit den Folgen des Schusses zu tun", sagt Beatrix Opatz-Köhler. Auch Medikamente muss Rambo nun nehmen. "Aber er ist auf dem Weg der Besserung." Sie ist empört über das Verhalten des Schützen: "Das geht ja schließlich gar nicht, dass da einer einfach den Knicker rausholt und losschießt." Rambo sei auf keinem fremden Grundstück, sondern lediglich auf der Straße gewesen. "Deswegen muss doch niemand auf ihn schießen."

In Lobeofsund sei etwas ähnliches bisher noch nie passiert. "Das ist ja auch ganz furchtbar", sagt Beatrix Opatz-Köhler. Bei den Nachbarn hätte sie mit einem solchen Verhalten nicht gerechnet. Sie wartet noch immer auf eine Reaktion von ihnen, denn diese sei bisher ausgeblieben. Ihre Anzeige will Beatrix Opatz-Köhler aber auf jeden Fall aufrecht erhalten: "Das ziehen wir durch - schon allein zur Abschreckung", sagt sie.

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