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Alle gegen Windräder im Wald

Debatte beim Energiestammtisch: CDU-Mann Sebastian Busse, Moderator Richard Sommer, Bürgermeister Klaus-Jürgen Sasse (SPD), Reiner Tietz (Die Linke) und Eckhard Koop (von links)
Debatte beim Energiestammtisch: CDU-Mann Sebastian Busse, Moderator Richard Sommer, Bürgermeister Klaus-Jürgen Sasse (SPD), Reiner Tietz (Die Linke) und Eckhard Koop (von links) © Foto: Marcus Latton
Marcus Latton / 30.09.2016, 03:00 Uhr
Kremmen (OGA) Wie stehen die Kandidaten für das Kremmener Bürgermeisteramt zu Fragen der Energiepolitik und Stromerzeugung? Eine Fragerunde beim Energiestammtisch der Stadt offenbarte am Mittowch kaum Differenzen zwischen den Anwärtern.

Ob Themen wie Wärmedämmung bei kommunalen Bauten, LED-Straßenbeleuchtung oder Energieeffizienz die Wahl zum neuen Kremmener Bürgermeister am 6. November entscheiden werden, ist ungewiss. Die Teilnehmer des Energiestammtischs der Stadt, die sich regelmäßig über technische und politische Fragen der Stromgewinnung und Energieverwaltung auszutauschen, haben den Kandidaten für das Amt dennoch am Mittwoch auf den Zahn gefühlt. Neben Amtsinhaber Klaus-Jürgen Sasse (SPD) erschienen seine Herausforderer Sebastian Busse (CDU) und Eckhard Koop (parteilos). Der vierte Kandidat, Arthur Förster von der Fraktion Unabhängige Wählergemeinschaft/Landwirtschaft, Gartenbau, Umwelt (UWG/LGU) im Kremmener Stadtparlament, blieb der Veranstaltung fern. Neun Zuhörer erschienen.

Auf die Frage des Moderators und Koordinators des Stammtischs, Richard Sommer, wie sich die Kandidaten die weitere Umsetzung des 2014 verabschiedeten Energiekonzepts der Stadt vorstellen würden, antwortete Amtsinhaber Sasse, dass auch der Bürger in der Pflicht stehe, energiesparend zu handeln. "Es ist nicht die Frage, was die Stadtverwaltung mit ihren einzelnen Häusern machen kann. Sondern eher: Was kann man mit und für den Bürger umsetzen? Das Effizienteste ist, wenn alle Energie sparen und beispielsweise auf den Standbybetrieb ihrer Geräte achten", so Sasse. CDU-Kandidat Busse forderte, in den nächsten acht Jahren auf LED-Straßenbeleuchtung umzurüsten und die Verwaltung mit umweltschonenden Elektrodienstwagen auszustatten.

Eckhard Koop sagte, das Konzept selbst biete schon genügend gute Ansätze, die umgesetzt werden müssten. Gleichzeitig warnte er vor zu großen Erwartungen. "Jetzt zu sagen, ich mach dies und das, ist unseriös. Wer müssen sehen, welche Mittel wir zur Verfügung haben. Die Energieeffizienz entwickelt sich über einen längeren Zeitraum. Für die Stadt rechnet sich das erst nach 20 Jahren."

Einigkeit herrschte bei den Kandidaten, als sich ein Zuhörer erkundigte, ob in Kremmens Wäldern künftig Windräder errichtet werden würden. "Das geht absolut gar nicht", sagte Busse. Auch Sasse und Koop äußerten sich ablehnend. Nur gab Koop zu bedenken: "Einfluss auf den Bau neuer Anlagen kann man als Bürgermeister allerdings kaum nehmen. Das ist Sache der Regionalen Planungsgemeinschaft in Neuruppin." Der Abend zeigte, dass sich die Kandidaten in der Energiepolitik nur in Nuancen unterscheiden. Im Wahlkampf werden andere Themen für Kontroversen sorgen.

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