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Prozessauftakt steht bevor

08.11.2016, 14:59 Uhr
Nauen/Potsdam (MOZ) Nach dem Brandanschlag auf die Sporthalle des Oberstufenzentrums in Nauen im August des vergangenen Jahres, müssen sich ab Ende November fünf Angeklagte aus dem rechtsextremen Milieu vor dem Landgericht Potsdam verantworten, darunter mit Maik Schneider ein ehemaliger Kreistagsabgeordneter der NPD.

Ihm sowie Dennis W., Christopher L., Frank E., Christian B. wird von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, Anfang 2015 eine kriminelle Vereinigung gebildet zu haben, mit dem Zweck, Straftaten mit ausländerfeindlichem Hintergrund zu begehen, hieß es in einer Mitteilung des Landgerichts.

Weiterhin wird ihnen Sachbeschädigung in mehreren Fällen, etwa das Schleudern von Farbbeuteln auf das Büro der Linken in Nauen, das Herbeiführen einer Explosion durch eine Zylinderbombe vor einer Discounterfiliale, das in Brand setzen eines Autos eines polnischen Staatsbürgers sowie einer Dixi-Toilette auf dem Gelände der Asylunterkunft und schwere Brandstiftung angelastet.

Das Stören einer Stadtverordnetenversammlung, als im Zuge der Debatten zum Bau einer Asylbewerberunterkunft, fremdenfeindliche Rufe und Drohungen ausgesprochen worden waren, spielt im Prozess gleichfalls eine Rolle. Die Verhandlungen sind auf elf Tage angesetzt. Erster Termin ist der 24. November, das Urteil soll am 24. Januar gefällt werden.

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