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Havelländische Musikfestspiele auf Spuren der Reformation

In winterlicher Ruhe: Aber am Karsamstag wird die Groß-Ziethener Kirche zum Anziehungspunkt für Klassikfans.
In winterlicher Ruhe: Aber am Karsamstag wird die Groß-Ziethener Kirche zum Anziehungspunkt für Klassikfans. © Foto: MZV
Robby Kupfer / 10.01.2017, 09:15 Uhr
Groß-Ziethen (OGA) In ihrer 17. Spielzeit gastieren die Havelländischen Musikfestspiele auch in diesem Jahr wieder mehrfach in Groß-Ziethen. Neben den beliebten Konzerten im Schloss stehen auch gleich zwei Höhepunkte in der neugotischen Kirche des Dorfes auf dem Programm.

Dabei darf sich Groß-Ziethen glücklich schätzen, eröffnet doch das Konzert des renommierten Märkischen Bachensembles am 15. April die Reihe "Auf den musikalischen Spuren der Reformation", mit der die international besetzten Havelländischen Musikfestspiele ihren künstlerischen Beitrag zum Luther-Jahr leisten.

Am Karsamstag, 15. April, gibt es daher in Groß-Ziethen mit dem "Stabat mater" von Giovanni Battista Pergolesi und einer Bachkantate, gesungen von der bekannten Altistin Simone Schröder, ein passendes Programm. Professor Bert Greiner, Chefdirigent und künstlerischer Leiter des Märkischen Bachensembles, fasst die besondere Kombination der beiden Musikstücke unter dem Thema "Angleichung der Ökumene" zusammen. Das katholische "Stabat mater" - basierend auf einem zehnstrophigen mittelalterlichen Gedicht - und die evangelischen Bachsonaten sollen gegenübergestellt und damit Einblicke in die reformatorischen Bewegungen der Kirche gegeben werden.

Für Raphael Freiherr von Thüngen-Reichenbach, Geschäftsführer auf Schloss Ziethen und Förderer der Kunst im Ort, geht mit der Aufführung des "Stabat mater" von Pergolesi ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. "Ich habe dieses fulminante Stück von hoher Musikalität und Melodik wohl vor über 30 Jahren in München zum ersten Mal gehört und war begeistert. Dass es nun gelingt, dieses große Werk der Kirchenmusik in unserer kleinen Dorfkirche von einem so hochkarätigen Ensemble aufführen zu lassen, macht mich einfach glücklich". Von Thüngen weist zudem darauf hin, dass es nach dem Konzert die Möglichkeit gibt, bei einem vorösterlichen Spaziergang im Schlosspark vis-á-vis der Kirche die Musik nachklingen zu lassen und "zur inneren Einkehr" zu finden.

Die Konzertreihe "Auf den musikalischen Spuren der Reformation" wird im Frühjahr unter anderem mit einem Konzert des Rossini-Quartetts am 7. Mai in der Wallfahrtskirche zu Buckow fortgesetzt. Zum Abschluss der Reihe gastieren die Havelländische Musikfestspiele dann wieder in Groß-Ziethen. Am 9. Dezember will der Vocalkreis Potsdam ein Programm mit geistlicher A-Capella-Musik des 16. bis 21. Jahrhunderts in der Dorfkirche zu Gehör bringen.

Karten für die Konzerte der Havelländischen Musikfestspiele gibt es unter Telefon 033237 85963, unter www. havellaendische-musikfestspiele.de sowie in allen bekannten Vorverkaufsstellen.

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