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Von kleinen Müllerinnen und Müllern

Es klappert die Mühle...: In der Freudenberger Kita drehte sich zwei Wochen lang alles um die Bockwindmühle. Seit Freitag nun hat sie ihr eigenes Exemplar. Das baute Hausmeister Detlef Bialek. Leiterin Marina Wolf (3. v. l.), ihre Kolleginnen Victoria Pet
Es klappert die Mühle...: In der Freudenberger Kita drehte sich zwei Wochen lang alles um die Bockwindmühle. Seit Freitag nun hat sie ihr eigenes Exemplar. Das baute Hausmeister Detlef Bialek. Leiterin Marina Wolf (3. v. l.), ihre Kolleginnen Victoria Pet © Foto: Heike Jänicke
Heike Jänicke / 29.01.2017, 07:52 Uhr
Freudenberg (MOZ) Mit einem Mühlenfest haben die Kinder der DRK-Kita "Rappelkiste" in Freudenberg am Freitag den Abschluss ihrer Projektwochen gefeiert. Besonders freuten sich die Steppkes über eine Mühle, die Hausmeister Detlef Bialek als Überraschung für sie gebaut hatte.

Schon beim Betreten des großen Gruppenraumes ist klar: Hier dreht sich alles um die Mühle, die Bockwindmühle. Auf weißen Laken, die vor die große Wand gespannt sind, kleben bunte Papiermühlen. An kleinen Stäben drehen sich aus Federn gestaltete Windmühlen. Vom reichhaltigen Frühstücksbuffet duftet es nach frischem Brot. Auf einem weiteren großen Laken strahlt in sattem Gelb, Grün, Rot und Blau eine gemalte Mühle mit der Überschrift " Mühle der Kita Rappelkiste". Und inmitten der Kinderschar haben sich kleine Müllerinnen und Müller versteckt.

Seit zwei Wochen beschäftigen sich die Knirpse mit dem Thema; malen, basteln und backen. Auf die Idee gekommen sei Arne Schaaf, verrät Kita-Leiterin Marina Wolf. Der Fünfjährige interessiert sich für Bockwindmühlen. Kein Wunder, in seinem Heimatort, in Beiersdorf, steht noch ein Exemplar dieser alten Bauwerke. "Aber da sind die Flügel weg", weiß der Junge. Er habe sich schon ganz viele Mühlen angeschaut. Aber das Leben eines Müllers will er dann doch nicht führen.

Davon aber, und wie aus Körnern am Ende Mehl wird, erzählt die Klanggeschichte, die die Kinder mit den Erzieherinnen Kerstin Böttcher, Victoria Petry und Mareike Böttcher einstudiert haben. Plötzlich prasselt Regen auf das bestellte Feld. So hört es sich jedenfalls an, als der fünfjährige Marko Hanisch den "Regenmacher" hin- und her bewegt. Xylophon-Töne lassen die Sonne scheinen und das Getreide wachsen. Die vierjährige Helene Coerdt schüttelt kräftig die Kettenrassel. Man glaubt, den Mähdrescher über den Acker fahren zu hören. Und als Erzieherin Victoria Petry die Klanghölzer aufeinander schlägt, hört man den Müller durch die Mühle laufen. Die Kinder haben große Freude daran.

Wie auch an den Liedern "Es klappert die Mühle am rauschenden Bach" und "Das Wandern ist des Müllers Lust", die sie mit kräftigen Stimmen und großer Textsicherheit vortragen.

Als Kita-Leiterin Marina Wolf dann Arne Schaaf zu sich bittet und meint, es gebe noch eine Überraschung, wird es mucksmäuschenstill. Zusammen mit der Kita-Chefin darf der Fünfjährige als Dankeschön für seine tolle Idee etwas enthüllen - ein Modell einer Bockwindmühle. Das ist ein Geschenk von Hausmeister Detlef Bialek. Das Mühlengebäude besteht aus Holzspanplatten. Als Flügel dienen gekürzte Abdeckungen eines Heizkörpers. Sogar ein Wetterhahn kräht auf dem Dach - von einem Tischler nach einer Zeichnung der Kinder aus Holz herausgeschnitten. Außerdem liegen kleine Mehlsäcke auf der Treppe.

Weil die Idee und die von den Kindern gemalten Mühlen so schön aussehen, werden sie auch zur großen 750-Jahr-Feier von Beiersdorf im Sommer zu sehen sein, kündigt Kita-Leiterin Marina Wolf an. Deshalb können die Kinder ihre Mühlen auch nicht mit nach Hause nehmen.

Doch der süße Griesbrei, der anschließend passend zum Thema auf den Mittagstisch kommt, tröstet sie ein wenig darüber hinweg. Mit dem Tischspruch "Aus Korn wird Mehl, aus Mehl wird Brot. Brot tut allen Menschen gut. Drum braucht die Mühle Wind, Wind, Wind. Dann dreht sie sich geschwind, geschwind, geschwind. Guten Appetit" setzen die Kinder der DRK-Kita "Rappelkiste" den zwei Projektwochen ein schönes Ende.

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