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Politiker im Kampf gegen Deponie in Neuendorf ins Boot geholt

Brend Schreiber (rechts) und Peter Hofmann (Zweiter von links) führten die CDU-Politiker Fabnk Bommert (links) und Uwe Feiler an den Rand der Kiesgrube.
Brend Schreiber (rechts) und Peter Hofmann (Zweiter von links) führten die CDU-Politiker Fabnk Bommert (links) und Uwe Feiler an den Rand der Kiesgrube. © Foto: Jürgen Liebezeit/GZ
Jürgen Liebezeit / 31.01.2017, 08:00 Uhr - Aktualisiert 31.01.2017, 08:13
Neuendorf (zeit) Weiterer Teilerfolg für die Bürgerinitiative "Neuendorfer Wald" (BI), die sich vehement gegen Pläne wehrt, in einer Kiesgrube neben dem Dorf eine Deponie für Bauschutt einzurichten: Der hiesige CDU-Bundestagsabgeordnete Uwe Feiler sicherte Vertretern der BI bei einem Gespräch am Montag vor Ort zu, die Hintergründe zur aktuellen Gesetzeslage zu recherchieren und notfalls dazu eine parlamentarische Anfrage zu stellen. Auch das Gespräch mit Fachpolitikern im Bundestag will Feiler suchen. Nach Angaben von BI-Sprecher Peter Hofmann ist vor vier Jahren vom Bundestag ein Gesetz geändert worden, nach dem mineralischer Bauschutt nicht mehr für den Straßenbau genutzt werden kann. Die Folge dieser Änderung bekommt Neuendorf nun zu spüren. Der Schutt muss irgendwo gelagert werden. Der Baukonzern "Matthäi" plant, die alte Kiesgrube für die endgültige Ablagerung von Bauschutt nutzen. Laut Bürgerinitiative prüft das Brandenburger Landesamt für Umwelt derzeit, ob für dieses Projekt ein Planfeststellungsverfahren begonnen werden soll.

Der Sommerfelder CDU-Landtagsabgeordnete Frank Bommert will die Neuendorfer im Kampf gegen die Deponiepläne ebenfalls unterstützen. Er kündigte an, eine kleine Anfrage zu stellen. Darin will er unter anderem klären lassen, wann genau in der Kiesgrube gearbeitet wird und wurde. Denn nach Beobachtung der Neuendorfer Bürgerinitiative hält sich die Abbauintensität in Grenzen. "Da passiert nichts", sagt Bernd Schreiber vom Vorstand der Bürgerinitiative.

Die Vertreter der BI kündigten an, alle Argumente gegen die Deponiepläne zu sammeln und dem Landesumweltamt zur Verfügung zu stellen. In die Liste mit einfließen werden nicht nur die Antworten auf die angekündigten Anfragen der CDU-Politiker. Auch Recherchen anderer Politiker will die BI nutzen. Der Landtagsabgeordnete Peter Vida (Freie Wähler) hat bereits konkrete Fragen gestellt. So will er beispielsweise wissen, ob die Straßen zwischen Teschendorf und Neuendorf überhaupt für den ansteigenden Lkw-Verkehr geeignet ist und wer kontrolliert, was genau dort abgelagert wird.

Peter Vida rechnet damit, dass seine Anfrage im Februar beantwortet wird. Die SPD will sich Mitte Februar mit Vertretern der Bürgerinitiative treffen.

Bernd Schreiber freut sich über das große Interesse der Politiker an der Arbeit der Bürgerinitiative. Geholfen hat dabei sicherlich auch eine Brief-Kampagne der BI. In einer Versammlung hat die Initiative die 246 Einwohner von Neuendorf aufgefordert, Briefe an Politiker und Behörden zu schreiben. Darin sollte möglichst emotional geschildert werden, welche Folgen eine Bauschutt-Deponie für Neuendorf haben würde. Das hat offensichtlich geklappt.

Die Bürgerinitiative hat nach eigenen Angaben zur Zeit 26 Mitglieder und mehr als hundert Sympathisanten aus Neuendorf und den benachbarten Dörfern.

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