Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Kremmens künftiger Bürgermeister mitten im Vorbereitungsmarathon für das höchste Amt im Rathaus

Der Chefsessel in Kremmen wartet

Stadtoberhaupt in spe: Sebastian Busse ist seit Wochen unterwegs, um die Herausforderungen seines neuen Jobs kennenzulernen.
Stadtoberhaupt in spe: Sebastian Busse ist seit Wochen unterwegs, um die Herausforderungen seines neuen Jobs kennenzulernen. © Foto: MZV
Robby Kupfer / 16.02.2017, 11:56 Uhr
Kremmen (OGA) In gut einem Monat, am 20. März, wird Sebastian Busse (CDU) als neuer Bürgermeister von Kremmen den Chefsessel im Rathaus am Marktplatz von Amtsinhaber Klaus-Jürgen Sasse (SPD) übernehmen. Seine Vorbereitungen auf den neuen Job laufen auf Hochtouren.

"Täglich zwei bis drei Termine, und das seit Mitte Januar", so umreißt der gelernte Werkstoffprüfer das Pensum, mit dem er sich - als bisheriger Ortsvorsteher von Staffelde und in Verwaltungsfragen eher unerfahren - für die Herausforderung Bürgermeister-Amt fit macht. Kurz nachdem Busse am 27. November mit 56,9 Prozent in der Stichwahl gegen Kremmens Ortsvorsteher Eckhard Koop (parteilos) gesiegt hatte, kündigte er bereits an, sich vor dem Amtsantritt umfassend zu informieren.

"Und das habe ich jetzt konsequent umgesetzt", so Busse. Einem Treffen mit Noch-Amtsinhaber Sasse im Januar folgten ausführliche Gespräche mit den Leiterinnen des Haupt- und des Bauamtes sowie mit Kremmens Kämmerin. "Mir war es ausgesprochen wichtig, mich einerseits persönlich vorzustellen und andererseits einen Eindruck von den Mitarbeitern im Rathaus zu erhalten. Außerdem wollte ich Gerüchten entgegentreten, die besagten, der Busse würde bei Amtsantritt mit einem Besen durchs Haus fegen", fasst der zukünftige Bürgermeister zusammen. "Im Gegenteil", betont er mit Nachdruck: "Ich hatte ein sehr gutes Gefühl bei den Gesprächen mit den Rathausmitarbeitern. Ich glaube sogar, dass es nicht schwer ist, da eine richtige Aufbruchstimmung hinzubekommen". Zumal er sich selbst als "einen ganz anderen Typ Bürgermeister" sieht. "Wir werden viel miteinander kommunizieren, viel gemeinsam beraten. Und ich werde mich vor meine Mitarbeiter stellen, ihnen Rückendeckung geben."

Das will Busse nicht nur für die Angestellten in der Verwaltung, sondern auch für die in den kommunalen Einrichtungen so verstanden wissen. "Ich war in jeder einzelnen Kita, in den Schulen, in der Schulküche und beim Wirtschaftshof. Da habe ich mir nicht nur die Räumlichkeiten angeschaut, sondern hatte auch einen Fragenkatalog dabei, um die dringendsten Probleme, die wichtigsten Maßnahmen, die angegangen werden müssen, schon jetzt zu erfahren".

Für das Umsetzen seiner Ideen braucht Sebastian Busse jedoch nicht nur die Mitarbeiter in der Stadtverwaltung und in den kommunalen Einrichtungen, sondern bei vielen wichtigen Punkten auch die Zustimmung der Stadtverordneten. Wie will er da, als CDU-Bürgermeister ohne eigene Mehrheit im Parlament, zu Erfolgen kommen? "CDU-Bürgermeister halte ich schon mal für eine völlig falsche Bezeichnung", korrigiert Busse. Er möchte Bürgermeister für alle Kremmener sein und werde ja dann auch nicht mehr der CDU-Fraktion angehören. "Nicht polarisieren, moderieren", so fasst er seine zukünftige Rolle im Stadtparlament zusammen.

Busse ist sich sicher, dass er für die dringendsten Aufgaben in Kremmen schnell Mehrheiten finden wird. "Dazu gehört auch ein Nachtragshaushalt, der allein schon deshalb kommen muss, um noch in diesem Jahr etwas an der unhaltbaren Situation bei der Ortsdurchfahrt in Groß-Ziethen zu ändern", blickt Sebastian Busse bereits über seinen baldigen Amtsantritt hinaus.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG