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Melchow feiert Goldene Zwanziger

Zum farbenfrohen Schlussbild versammelt: Der Melchower Carneval-Verein zählt 70 Mitglieder, von denen fast 50 im Programm mitwirkten. Der Anteil der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist groß.
Zum farbenfrohen Schlussbild versammelt: Der Melchower Carneval-Verein zählt 70 Mitglieder, von denen fast 50 im Programm mitwirkten. Der Anteil der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist groß. © Foto: Matthias Wagner
Matthias Wagner / 27.02.2017, 06:01 Uhr - Aktualisiert 27.02.2017, 10:43
Melchow (MOZ) Dass in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts nicht nur die Metropole Berlin pulsierte, sondern offenbar auch das Dorfleben, bewies der Melchower Carneval-Verein (MCV) am Sonnabend mit seinem diesjährigen Ball, der unter dem Motto "Die Goldenen Zwanziger" stand.

Es war bereits der neunte Fasching unter der Regie des MCV - und der Saal des Touristischen Begegnungszentrums"Lindengartens" war mit rund 180 Gästen wie immer restlos ausverkauft. Dementsprechend rasant entwickelte sich die Stimmung alsbald zu einem rauschenden Kostümfest ganz im Stile der einstigen Blütezeit der deutschen Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur. Es wurde bis in die frühen Morgenstunden ausgiebig gefeiert, gelacht und getanzt.

Der Melchower Carneval-Verein feiert mit 180 Gästen im ausverkauften "Lindengarten" unter dem Motto "Die Goldenen Zwanziger" Fasching.
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Melchow feiert Fasching

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Als Auftakt zeigte man einen spaßigen Dokumentarfilm, der sich der Geschichte der Autowäsche widmete.

Mitglieder des MCV posierten als Urmenschen und sorgten zum "Warmwerden" für ausgiebiges Lachen im Saal.

Im Anschluss hielten Karnevalsprinz Thorsten Schult und seine liebreizende Prinzessin Beate Lutter Hof und ließen sich vom Publikum feiern.

Es folgte eine gut anderthalbstündige Bühnenshow, die, ob ihrer Farbenpracht und geistreichen Kurzweile, für die Aktiven und das Publikum gleichermaßen wie im Fluge verging.

Sylke Wendlandt war mit ihrem Mann zum ersten Mal beim Melchower Fasching zu Gast. "Wir lassen uns überraschen", sagte die Eberswalderin vor dem Programmbeginn. Sie sollte nicht enttäuscht werden.

Unter anderem präsentierte die "Märchengruppe" die Geschichte vom "Fischer und seiner Frau", die sich am Ende auf wundersame Weise von einem eher unansehnlichen Weib in eine bezaubernde Schönheit verwandelte, was MCV-Mitglied Ronald Kühn, der einen Teil der Moderation übernommen hatte, zu der Aussage veranlasste: "In Melchow werden Träume wahr!".

Gundula Mittner, Uta Seppelt und Sylvia Kleinteich brillierten als "Sachsenmädels" in der typischen Garderobe der 20er Jahre mit einem Schuss des leicht frivolen Lebensgefühls der goldenen Epoche. Der feurige Can-Can der schwungvollen Garde riss alle mit. Nicht zu vergessen auch die "Schlümmen Hüpfer" des Männerballetts, die trotz allen Witzes eine beachtliche sportliche Leistung zeigten.

Erstaunlich war auch der hohe Anteil an jungen Beteiligten. Jugendtanz und der Tanz der mittleren Kinder wussten zu überzeugen und ernteten reichlich Applaus. Fast 50 der 70 MCV-Mitglieder wirkten am Programm mit und boten zum Ende ein imposantes Schlussbild auf und vor der Bühne. Alle hatten sich gut vorbereitet, was man den meist sehr professionell wirkenden Programmteilen auch ansehen konnte.

Danach gab es Gelegenheit zum ausgiebigen Tanzen und Feiern, wovon bis weit nach Mitternacht auch reger Gebrauch gemacht wurde. Die Musik mit dem richtigen Schwung steuerte DJ Enno aus Biesenthal bei, der erst einen Tag vor der Veranstaltung verpflichtet werden konnte.

MCV-Präsident Marko Schmidt zeigte sich am Ende überaus zufrieden mit dem wieder einmal gelungenen Spektakel. "Wir freuen uns auf 2018", sagte er.

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