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Bombardier-Arbeiter demonstrieren am Montag

Erst im Dezember haben die Bombardier-Beschäftigten für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze demonstriert. Am Montag gehen sie erneut auf die Straße.
Erst im Dezember haben die Bombardier-Beschäftigten für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze demonstriert. Am Montag gehen sie erneut auf die Straße. © Foto: Roland Becker/HGA
Andrea Linne / 10.03.2017, 14:08 Uhr
Hennigsdorf (OGA) Betriebsrat und IG Metall laden die Beschäftigten des Schienenfahrzeugherstellers Bombardier am Montag zu einer Betriebsversammlung ein. Anschließend wollen die Arbeiter und Ingenieure demonstrieren.

Bisher, erklärt die 1. Bevollmächtigte der IG Metall, Stefanie Jahn, fehlt es an konkreten Fakten und Informationen. "Wir hoffen, dass sich Deutschlandchef Michael Fohrer nun dazu einlässt und uns endlich Zahlen nennt."

Bisher sind alle kursierenden Papiere geheim, oder werden Informationen unter der Hand gehandelt. Die Rede ist von einem massiven Stellenabbau am Standort Hennigsdorf, weil die Serienfertigung von Bahnen eingestellt werden soll. Betroffen von dieser Streichung wären allein 800 Beschäftigte im Hennigsdorfer Werk. Dazu kommen zwei bis drei Arbeitsplätze je gestrichener Stelle in der Region bei den Zulieferern. Die ausgegliederte Tochterfirma Antriebstechnik PC, die Motore und Getriebe in Hennigsdorf produziert, sei bei den Aufzählungen von Firmenleitung und Konzernspitze gar nicht mehr enthalten. Hier arbeiten allein 150 Beschäftigte.

Nach der Betriebsversammlung am Montagmorgen wollen die Beschäftigten auf die Straße gehen und durch die Stadt ziehen.

Von der Stadtsporthalle aus, wo sich die Mitarbeiter treffen, geht es zur Demonstration an der Spandauer Allee. Der Protestzug setzt sich dann bis zur Kreuzung Berliner Straße und der Polizeiinspektion in Bewegung. Ein Banner als Zeichen des Protestes soll dort ebenfalls enthüllt werden. Wie Stefanie Jahn weiter ankündigt, wollen verschiedene Redner auf der Kundgebung sprechen. Dazu zählen neben Hennigsdorfs Bürgermeister Andreas Schulz (SPD) auch Anne Koch von der IG-Metall-Geschäftsstelle in Oranienburg. Auch Vertreter des Hennigsdorfer Elektrostahlwerks zeigen sich solidarisch.

Die Schließung des Produktionsstandortes und geplante Verlagerung nach Bautzen hätte auf die Region Oberhavel katastrophale Auswirkungen.

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