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Endstation für Staubsauger und Säure

Bergeweise Elektroschrott und Schadstoffe auf dem Transporter: Romano Klingelstein aus Beerfelde übergibt seinen ausrangierten Müll an das KWU-Schadstoffmobil. Schadstoffhaltige Flüssigkeiten wird er bei Karl-Heinz Dobberstein (r., hinten) los.
Bergeweise Elektroschrott und Schadstoffe auf dem Transporter: Romano Klingelstein aus Beerfelde übergibt seinen ausrangierten Müll an das KWU-Schadstoffmobil. Schadstoffhaltige Flüssigkeiten wird er bei Karl-Heinz Dobberstein (r., hinten) los. © Foto: Cornelia Link-Adam
Cornelia Link-Adam / 17.03.2017, 07:12 Uhr
Schönfelde/Beerfelde (MOZ) Zwei große Fahrzeuge machen derzeit in Dörfern und Städten des Landkreises für mindestens eine halbe Stunde Station: Die Firmen Alba und KWU sind auf gemeinsamer Frühjahrstour mit ihrem Schadstoff- und Elektromobil. Die MOZ war bei den Abgabe-Stationen in Schönfelde und Beerfelde dabei.

"Man steckt da echt nicht drin", sagt Friedhelm Quast beim Aussteigen aus seinem orangenen KWU-Auto in Schönfelde und meint damit den Zulauf, den er bei der Tour durch die westlichen Dörfer der Gemeinde Steinhöfel in dieser Woche erwartet hatte. Eigentlich sollte in Neuendorf und Gölsdorf nicht viel los sein, nun hat er schon ein Drittel der Pritsche gefüllt. Dafür zwitschern in Schönfelde am Dorfgemeinschaftshaus jede Menge Vögel. Quast kann in Ruhe das schöne Wetter genießen. "Wir standen auch schon mal in Briesen im Februar auf blankem Eis und kamen nicht mehr weg", erinnert sich der Buchholzer, der schon fast 20 Jahre die Touren im Frühjahr und Herbst für das KWU fährt.

Natürlich kennt Quast dadurch viele Leute. So auch Otto Klauke, der einzige Gast in Schönfelde. Er will eine Rasenmäher-Batterie abgeben, dazu noch andere Batterien. "Die große Batterie nehme ich Ihnen ab, die kleinen können sie auch in Geschäften kostenlos in die grünen Rückgabe-Boxen werfen", sagt Karl-Heinz Dobberstein von der Firma Alba (aus Rom bei Parchim), und öffnet die Seitenwand des blauen Schadstoffmobils.

Alle Batterien sind schnell verstaut.. "Weil es der Umwelt hilft, gebe ich mein Zeug bewusst hier ab", sagt Otto Klauke (77). Auch alte Farbbüchsen ist er hier schon losgeworden, ebenso Altöl und Leuchtstoffröhren und Pflanzenschutzmittel. Abgelaufene Medikamente dürfen neuerdings mit in den Hausmüll, erfährt er. "Alles besser, als das Zeug in den Wald zu werfen", sagt der Schönfelder. "Im Wald, da wohn der Wolf und der beißt", lacht Quast.

Gut zu tun hat der KWU-Tourenfahrer wenig später in Beerfelde: Eine ältere Frau gibt einen Staubsauger ab, andere ausrangierte Handys. Etliche Pumpen wird auch Christa Töpfer los. Viele Lampen, Musikboxen, Drucker und Wasserkocher entsorgen Uwe Wernsdorf und Romano Klingelstein beim KWU-Auto und noch verschiedene Säuren in Fässern und Flaschen am Schadstoffmobil. "Wichtig ist, möglichst alles gut verschlossen in Original-Verpackungen abzugeben, damit wir es richtig sortieren können" sagt Dobbersteins Kollege Gerd Schierstedt. Zumal das Gefahrgut am Ende zum Berliner Chemie-Zentrallager oder zur Verbrennung nach Schöneiche (bei Cottbus) kommt. Die KWU sammelt erst alles in der Deponie in Alt Golm, verkauft es containerweise an andere Entsorger. Am Sonnabend stehen das Elektroschrott- & Schadstoffmobil erst in Schöneiche und ab 13.30 Uhr noch in Fürstenwalde-Süd. Tour-Abschluss ist 8. April in Erkner.

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