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Großtrappen: Bestand unverändert

In der Staatlichen Vogelschutzwarte in Buckow hat der Förderverein ein Büro.
In der Staatlichen Vogelschutzwarte in Buckow hat der Förderverein ein Büro. © Foto: weber
Simone Weber / 05.04.2017, 07:21 Uhr
Buckow (MOZ) Nach leichtem Rückgang im Jahr 2011 hat sich der Bestand der Großtrappen, des größten flugfähigen Vogels, in den letzten Jahren stetig erhöht. In den drei letzten deutschen Einstandsgebieten des "Märkischen Strauß", im Havelländischen Luch, in den Belziger Landschaftswiesen und im Fiener Bruch, wurden Anfang des Jahres insgesamt 238 Tiere gezählt - sechs mehr als 2016.

In der Vogelschutzwarte Buckow trafen sich kürzlich 30 der insgesamt 86 Mitglieder des Fördervereins Großtrappenschutz e.V. zur jährlichen Versammlung. Im letzten Jahr wurden insgesamt 18 geschlüpfte Küken flügge - ausschließlich innerhalb der Schutzzäune. Im Jahr 2015 waren es noch 44 Jungtiere. In der Saison 2016 wurden insgesamt 48 Küken ausgewildert, wie es hieß.

"Eine Ursache sind die Tage mit Starkregen während der Brut und Aufzucht", sagte Vereinschef Marcus Borchert, der den Bestand im Fiener Bruch betreut. "Im letzten Jahr schlüpften zwölf Küken. Von den fünf Tieren, die flügge wurden, hat nur eines überlebt." In den Belziger Landschaftswiesen wurde keines der sechs geschlüpften Küken flügge. Von den 23 dort in der letzten Saison ausgewilderten Tieren überlebten nur elf.

"Im Havelländischen Luch wurden im Februar 2017 88 Großtrappen gezählt", so Astrid Eisenberg, die den Großtrappenbestand im Havelländischen Luch seit 1995 ehrenamtlich betreut. "Damit blieb der Bestand der Großtrappen, trotz 13 im Vorjahr ausgewilderter Jungtiere, hier unverändert. Im Dezember 2016 wurden von ihnen noch vier verbliebene Jungtiere gezählt."

Das hiesige Schutzgebiet konnte im letzten Jahr um 159 auf 943 Hektar erhöht werden. "Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt, die sich in den letzten Jahren mehr auf die Förderung des Artenschutzes in der Wildnis konzentrieren will, hat diese Fläche im Havelländischen Luch für 600.000 Euro gekauft und dem Förderverein für nur 75.000 Euro überlassen", so Henrik Watzke, seit 2015 Geschäftsführer des Fördervereins. "Diese Fläche ist somit dauerhaft für den Großtrappenschutz gesichert."

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