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"Wir sind nicht die Deppen Oberhavels"

In Kurtschlag regt sich Protest gegen schlechte Straßen
In Kurtschlag regt sich Protest gegen schlechte Straßen © Foto: MZV
Martin Risken / 03.05.2017, 19:25 Uhr
Kurtschlag (GZ) Jahrelang haben die Kurtschlager den miserablen Zustand der Landesstraße 215 geduldig ertragen. Jetzt machen sie in einem offenen Brief ihrem Unmut Luft: "Wir wollen nicht länger die Deppen von Oberhavel" sein, haben die Initiatoren ihren Brief überschrieben.

Der offene Brief gehe an alle, die etwas bewirken können und die hoffentlich willens seien, das auch zu tun. Es geht um die Landesstraße L 215 zwischen der B 109 und Kurtschlag. Wer diese Straße noch nie gefahren ist, könne sich glücklich schätzen. Die Kurtschlager sind auf die Straße angewiesen. "Auf der Fahrbahn unendlich viele Schlaglöcher, etliche davon so tief, dass ein wildwechselndes Eichhörnchen glatt darin verschwinden könnte; ein Randstreifen, der mit den üblichen Randstreifen an Landstraßen nichts mehr zu tun hat; von den Autos hochgeschleuderte abgebrochene Asphaltbrocken, die wie Geschosse gegen Lack und Scheiben krachen", heißt es in dem Schreiben von Ortsvorsteher Horst Raßmann und Ortsbeiratsmitglied Hans-Jürgen Steddin sowie dem ehemaligen Bürgermeister Helmut Schöttler, Dr. Manfred Lentz und Christina Steddin von kurtschlag.de.

Zu allem Überfluss diene diese Straße auch noch als Ausweichroute bei Baumaßnahmen auf der Bundesstraße 109 - täglich seien dort zahllose Pkw und Lkw unterwegs gewesen.

Um die Straße auf den Stand des Jahres 2017 zu bringen, sei kein Geld vorhanden, sage man ihnen, außerdem gehöre sie zum sogenannten "Grünen Band", was im Klartext bedeutet: Die Straße bleibt so wie sie ist, und damit basta! "Aber damit finden wir uns nicht länger ab. Wir sind Steuerzahler wie alle, und wie alle haben wir die tausend schönen Errungenschaften mitfinanziert, auf die unser Landkreis Oberhavel zu Recht stolz ist. Über viele Jahre hinweg waren wir solidarisch - jetzt, angesichts des unhaltbaren Zustandes der L 215, fordern wir Solidarität mit uns ein. Für uns in Kurtschlag." Erst in der vergangenen Woche hatte de CDU-Stadtverordnetenverband in Potsdam einer Petition überreicht, in der unter anderem auch der Ausbau der L 215 gefordert wird. Der Petitonsausschuss des Landtages wird sich deshalb demnächst mit dieser Angelegenheit beschäftigen. Eine Befahrung der Straße durch die Mitglieder des Ausschusses ist möglich, bevor die zuständige Ministerin für Infrastruktur, Kathrin Schneider (SPD), aufgefordert wird, eine Stellungnahme abzugeben, wie sie gedenke, mit dieser Straße umzugehen.

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